Südbadische Unternehmer stiften Professur

Hubert Röderer

Von Hubert Röderer

Mi, 13. Februar 2019

Wirtschaft

Forschungsschwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Robotern.

OFFENBURG. Es ist kein Tippfehler, wie man auf den ersten Blick meinen könnte: Die neueste Stiftungsprofessur der Hochschule Offenburg – die Nummer neun seit 1989 –, wird den Namen "Kobotik und soziotechnologische Systeme" tragen. Stifter sind 13 Unternehmen der Schwarzwald AG – Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Badens (WVIB), davon etwa ein Drittel aus der Ortenau, sowie die "Gisela und Erwin Sick"-Stiftung.

Es geht dabei um "Kollaborative Robotik – kurz Kobotik", also um die Erforschung von Robotern, die sehr eng mit Menschen zusammenarbeiten sollen, quasi Hand in Hand. Die Verwendung solch filigraner Roboter hat für Verbandspräsident Thomas Burger (Schonach) eine immer größer werdende Bedeutung. Er gehe nicht davon aus, sagte er am Dienstag an der Hochschule Offenburg, wo die neue Stiftungsprofessur bekanntgegeben wurde, "dass der Roboter den Menschen ersetzt, sondern dass er ihn unterstützt". Die Professur ist mit 1,3 Millionen Euro dotiert. Sie umfasst neben der Professorenstelle auch die Stelle eines akademischen Mitarbeiters.

Die Förderdauer beträgt fünf Jahre, danach wird die Hochschule die Professur als Planstelle übernehmen. Der Dozent soll auch in der Lehre tätig sein. Das Bewerbungsverfahren soll in den kommenden Wochen starten. Das Land muss die Stiftungsprofessur noch genehmigen, wovon aber auszugehen ist.