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29. September 2009 00:25 Uhr

Geschäftsjahr 2008

Südbadischer Sekt perlt immer öfter

Die Winzer in der Region sind zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr – nicht nur mit dem Wein. Sekt aus Südbaden verkauft sich immer besser.

  1. „Die Sektkorken knallten wie nie“, sagt Gerhard Roßwog, Präsident des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes. Foto: gms

"Die Wirtschaftskrise ist bislang spurlos an den badischen Winzergenossenschaften vorbeigegangen", sagt Gerhard Roßwog, Präsident des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes. Ihr Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr, das Ende Juni endete, sei um 0,7 Prozent auf 256 Millionen Euro gestiegen. Badische Weiß- und Rotweine bleiben gefragt. Wichtigste Rebsorte war erneut der Spätburgunder. Besonders gut verkaufte sich auch Sekt.

Noch mehr Direktverkauf

Roßwog stellte die aktuellen Zahlen in der Winzergenossenschaft Oberbergen vor. Danach haben die badischen Winzergenossenschaften, die mehr als 70 Prozent der heimischen Weine vermarkten, im jüngsten Geschäftsjahr 86,8 Millionen Liter Wein verkauft. Dies waren 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Da die Preise jedoch leicht angehoben werden konnten, kletterte der Umsatz.

Beim Schaumwein gab es einen neuen Rekord. "Die Sektkorken knallten wie nie", sagt Roßwog. Abgesetzt wurden 3,3 Millionen Flaschen – 4,7 Prozent mehr. Der Umsatz mit Sekt und Perlwein legte um 5,2 Prozent auf 14,3 Millionen Euro zu. Die mit Abstand wichtigsten Kunden für Badens Winzer sind weiter Discounter und der klassische Lebensmittelhandel. Jede fünfte Flasche ging direkt an die Endverbraucher. Diesen Vertriebsweg wollen die Genossenschaften weiter ausbauen, sind doch hier die höchsten Preise zu erzielen. Der Erlös je Liter badischen Weines erhöhte sich im jüngsten Geschäftsjahr von 3,05 auf 3,10 Euro.

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"In Badens Weinbergen reift derzeit ein hervorragender Jahrgang heran." Gerhard Roßwog, Präsident des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes

Die Einkommen der Winzer blieben stabil und lagen durchschnittlich bei 10 300 Euro je Hektar. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen badischen Winzergenossenschaften große Unterschiede. Auch deshalb würde Roßwog weitere Fusionen begrüßen.

"In Badens Weinbergen reift derzeit ein hervorragender Jahrgang heran", erklärte Roßwog. Rund ein Drittel der Trauben sei bereits gelesen. Die Qualität liege bei allen Sorten über der des Vorjahres, lediglich die Menge könnte etwas größer sein. Die badischen Winzergenossenschaften würden voraussichtlich 95 Millionen Liter Most einlagern. 2008 waren es 99,4 Millionen Liter.

Autor: Gerold Zink