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13. März 2010
"Wir sind sicher unterwegs"
Volksbank steigert den Gewinn.
FREIBURG (bkr). Für Schönfärberei ist Uwe Barth, Vorstandssprecher der Volksbank Freiburg, nicht gerade bekannt. Entsprechend fiel am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz sein Ausblick auf das laufende Jahr aus. Barth, seit Mitte Januar oberster Volksbanker, rechnet mit weniger Gewinn und höheren Kreditrisiken. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigten sich bei Verbrauchern und Unternehmen im vollen Umfang zeitverzögert, so seine Einschätzung.
Zuvor hatte Barth allerdings eine der besten Volksbank-Bilanzen seit langem vorgelegt. Die Volksbank, von Kritikern früher als chronisch ertragsschwach bezeichnet, hat ihren Gewinn mächtig gesteigert. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg 2009 um 9,6 Millionen Euro auf 24,9 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern nahm um 12,7 Millionen Euro auf 17 Millionen Euro zu.
Barth nannte dafür mehrere Gründe: So führte er das für alle Banken günstige Zinsumfeld an – also die gestiegene Differenz zwischen langfristigem und kurzfristigem Zinsniveau. Banken wandeln kurzfristig angelegtes Geld in langfristige Kredite um. Barth sagte, dass der um mehr als acht Millionen Euro angewachsene Zinsüberschuss nicht mit höheren Risiken erkauft worden sei. "Wir sind sicher und sehr konservativ unterwegs." Zudem habe die Bank mehr Geschäft gemacht: Die Kundeneinlagen stiegen um zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, die Kundenkredite um drei Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Hier habe das wachsende Baufinanzierungsgeschäft eine wichtige Rolle gespielt. Auch die Kosten haben Barth und seine Vorstandskollegen Stephan Heinisch und Volker Spietenborg gedrückt: Sie gingen um 1,8 Millionen Euro auf 51,1 Millionen Euro zurück.
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Die Bank beschäftigt weniger Personal. 25 Stellen wurden 2009 abgebaut. "Dies geschah sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen", sagte Barth.
Autor: bkr
