Weiter Streit um den Stahl

dpa

Von dpa

Fr, 01. Dezember 2017

Wirtschaft

Spitzentreffen in Berlin.

BERLIN (dpa). Die führenden Wirtschaftsmächte sind sich nach hartem Ringen grundsätzlich einig über einen Abbau von globalen Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt. Konkrete Vereinbarungen, wie dies geschehen soll, gibt es allerdings nicht. Mögliche Strafzölle der USA auf Stahlimporte vor allem aus China, aber auch aus Europa sind nicht vom Tisch.

Bei einem Spitzentreffen in Berlin verabschiedeten die G-20-Staaten am Donnerstag ein gemeinsames Papier. In einem Bericht halten sie fest, dass es einen Abbau "marktverzerrender Subventionen" und von Überkapazitäten geben soll. Außerdem sind "konkrete politische Handlungsempfehlungen" geplant, und es soll einen Datenaustausch geben. An dem Treffen beteiligten sich auch weitere Staaten aus der Industrieländer-Organisation OECD. Die Stahlbranche leidet seit längerem unter weltweiten Überkapazitäten, die auf 740 Millionen Tonnen geschätzt werden. Etwa die Hälfte entfällt nach Branchenangaben auf China.