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06. April 2009
DAS IST DER GIPFEL
Ströbele in Offenburg
OFFENBURG (hrö). Mehrere Bundestagsabgeordnete waren eigens zum Nato-Gipfel angereist, indes nicht, um an der Mimram-Brücke Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Seite zu stehen, sondern um Sympathien für die Gipfel-Gegner zu bekunden. Einer der prominentesten war Hans-Christian Ströbele. Der 69-Jährige, seit 2002 stellvertretender Vorsitzender der Grünen, war in der Nacht zum Samstag mit dem Zug aus Berlin angereist und war im Hotel Palmengarten in der Okenstraße in Offenburg abgestiegen. Dort musste er erst mal die "schrecklichen Ereignisse" der Zugfahrt verarbeiten: "Mir war die Brieftasche geklaut worden." Bargeld, Bahn-Netzkarte, Anwaltsausweis: alles weg. Im Palmengarten traf er auf den ebenfalls in der Herberge logierenden Chef der Polizei-Gewerkschaft, Konrad Freiberg, der ihm bei der Behebung seines Missgeschicks behilflich war: Beim Polizeirevier musste der Diebstahl gemeldet werden, "außerdem musste ich alles sperren lassen". Zum Glück kam er über sein Postbank-Konto an frisches Geld. Um die Mittagszeit fuhr er auf seinem mitgebrachten Fahrrad zum Nato-Gipfel an den Rhein, kam dabei, ganz im Gegensatz zu den normalen Demo-Teilnehmern, problemlos über die Europabrücke: "Wissen Sie, die Polizei kannte mich." Er habe dann versucht, auf beiden Seiten zu vermitteln: "Ich pendelte mit dem Rad hin und her." Dabei will der 69-Jährige derjenige gewesen sein, "der die Polizei animierte, die Wasserwerfer zurückzuziehen".
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Autor: hrö


