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06. April 2009
DAS WAR DER GIPFEL!
Berlusconi telefoniert
Am Samstag war Silvio Berlusconi wieder einmal in seiner Rolle als Mann der besonderen Auftritte zu sehen. Die gepanzerte Limousine fuhr am Rheinufer vor, Angela Merkel wartete auf dem roten Teppich, der italienische Ministerpräsident stieg aus – mit Handy am Ohr. Statt die Gastgeberin zu begrüßen, schlenderte er am Rheinufer hin und her und ließ die Welt rätseln, mit wem er verbunden war. War eine zwickende Wade bei einem Spieler seines AC Mailand der Grund für das unaufschiebbare Telefonat? Oder die umstrittene Neubesetzung eines Chefredakteurpostens in der Heimat? Ein privates Problem? Berlusconi habe mit dem Ministerpräsidenten der Türkei telefoniert, ließ sein Büro verbreiten. Tatsächlich sind die beiden befreundet, Berlusconi war Trauzeuge bei der Hochzeit von Erdogans Tochter. Deshalb habe er in Ankara angerufen, es sei ein Vermittlungsversuch gewesen. Der Beitrag Berlusconis, um die Krise der Nato zu beenden. Das sollte nicht übersehen werden. Gitarre für Carla
First Lady beschenkt Première Dame: Michelle Obama, Frau des US-Präsidenten Barack Obama, hat der französischen Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy eine Gitarre geschenkt. Die Akustikgitarre der US-Marke Gibson sei ein "Zeichen der Freundschaft", hieß es am Samstag in Straßburg aus den Reihen der französischen Delegation. Die beiden Frauen waren bei dem Jubiläumsgipfel in Baden-Baden und Straßburg erstmals zusammengetroffen. Ex-Model Bruni wird das präsidiale Geschenk zu würdigen wissen: Sie hat inzwischen drei Platten aufgenommen, auf denen sie selbst ihren Gesang mit der Gitarre begleitet.Verkehrschaos blieb aus
Zur Bilanz der zufriedenen badischen Polizei nach dem Nato-Gipfel gehört nicht nur die weitgehende Friedlichkeit dieses Großereignisses. Auch das große Verkehrschaos, das die Polizei selbst in ihren Prognosen befürchtet hatte, blieb aus. Schon am Freitag hat es rund um Baden-Baden kaum Probleme gegeben, und am Samstagmorgen löste die auf 40 Minuten begrenzte Sperrung der Autobahn zwischen Baden-Baden und Appenweier Richtung Süden nur einen Stau von knapp fünf Kilometer Länge aus. Dazu beigetragen hatte sicherlich, dass der Urlaubsverkehr schon in Karlsruhe nach Stuttgart umgeleitet wurde.
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Autor: fs
