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04. April 2009 16:21 Uhr
Baden-Baden / Straßburg
Rasmussen wird Nato-Generalsekretär
Nun also doch: Die Nato hat sich bei ihrem Jubiläumsgipfel auf dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen als neuen Generalsekretär geeinigt – gegen den Widerstand der Türkei.
Der amtierende Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer stellte Rasmussen am Samstag in Straßburg zum Ende des Treffens als seinen Nachfolger vor, nachdem die Militärallianz die türkischen Vorbehalte gegen den Kandidaten ausgeräumt hatte. Die beiden Gipfel-Gastgeber, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, gratulierten dem Dänen zu seiner Nominierung.
Rasmussen ist der Wunschkandidat von einflussreichen Nato-Mitgliedern wie Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich. Am Donnerstag hatte er sich offiziell für den Posten des Generalsekretärs beworben. Die Türkei lehnte Rasmussen jedoch zunächst ab und begründete dies unter anderem mit dem Abdruck von Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung vor vier Jahren. Noch am Freitagabend hatte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan gefordert, andere Kandidaten als den dänischen Regierungschef in Erwägung zu ziehen.
SIGNAL AN RUSSLAND
Ein Signal des guten Willens sandte die Nato an Russland. Die Allianz will mit der Führung in Moskau ungeachtet aller Gegensätze zusammenarbeiten. "Es gibt den Wunsch für die Kooperation mit Russland", sagte der Sprecher. Im vergangenen Jahr hatte es wegen des Georgien-Feldzugs Russlands erhebliche Spannungen zwischen der Nato und Russland gegeben. Das Bündnis hatte erst Anfang des Monats beschlossen, die eingefrorenen Beziehungen wieder aufzutauen. Der scheidende Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hatte zuvor im Verhältnis zu Russland von einem gespaltenen Bündnis gesprochen.
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Die Hängepartie um Rasmussen passt dazu, dass es zum 60. Geburtstag ordentlich in der Nato rumort. Obama beklagte einen mangelnden Einsatz der Europäer im Kampf gegen den Terrorismus und beim Krieg gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan.
Autor: dpa
