Neue Hoffnungsträger im Sand

dpa

Von dpa

Mo, 20. August 2018

Volleyball

Das Beach-Duo Julius Thole/Clemens Wickler überzeugt beim Welttour-Finale in Hamburg / Frauen-Duo scheitert im Viertelfinale.

HAMBURG (dpa). Die WM-Generalprobe am Hamburger Beach ist gelungen, und der deutsche Volleyball hat in Julius Thole und Clemens Wickler plötzlich neue Hoffnungsträger im Sand. Elf Monate vor der WM in der Hansestadt haben die gastgebenden Teams beim Welttour-Finale auch ohne die pausierenden Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gezeigt, dass sie in der Weltspitze mitspielen können.

"Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Auch gegen die Turniersieger aus Norweger haben wir einen Satz gewonnen", sagte der stolze Jura-Student Thole. Erst seit Januar bildet der Hamburger Junge zusammen mit dem Bayern Thole am zentralen DVV-Stützpunkt ein Nationalteam. In der zweiten Saisonhälfte kam jetzt auch dank der Sportpsychologin Anett Szigeti, die Ludwig/Walkenhorst mit zu Olympia- und WM-Gold führte, der plötzliche Leistungssprung.

"Die Entwicklung ist extrem positiv, damit haben wir nicht gerechnet. Seit Juni spielen wir permanent auf hohem Niveau. Das stimmt uns für die Heim-WM und die Olympia-Qualifikation positiv", sagte der 2,06 Meter große Thole. Beim Welttour-Finale war das Duo nur mit einer Wildcard am Start. Der für spektakuläre Aktionen von den Fans im voll besetzten Stadion am Rothenbaum immer wieder gefeierte Abwehrspieler Wickler war dann aber "ein bisschen enttäuscht", dass die mutigen Spiele im Kreis der zehn weltbesten Beachvolleyball-Teams nicht mit einer Medaille belohnt wurden.

Rang vier und 35 000 Dollar Prämie sind für das junge Team dennoch der bisher größte Erfolg. Nun wollen Thole/Wickler ihren derzeitigen Weltranglistenplatz 26 verbessern. "Im physischen Bereich muss ich zulegen, ein paar mehr Muskeln könnte ich schon gebrauchen. Und wir werden an der Abstimmung weiter arbeiten", kündigte Thole an.

Julia Sude und Chantal Laboureur verpassten den Sprung in die Medaillenrunde und damit die Chance, sich in der Babypause von Laura Ludwig mehr in den Mittelpunkt zu spielen. Deutschlands derzeitiges Frauen-Team Nummer eins scheiterte im Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Ersten Agatha/Duda (Brasilien) mit 1:2.