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10. Mai 2010 16:48 Uhr

Finale des Music Star(t) Contest in Neuenburg

"Der erste Platz wäre gigantisch"

"Es ist immer wieder ein Genuss, wenn ich sehe, wie die Leute unsere Musik genießen", erklärt Johannes Pfeiffer (19), Drummer der Neuenburger Band Stack Tunes. Im Markgräflerland ruhen beim Finale des Music Star(t) Contests am Samstag alle Hoffnungen auf seiner Band.

  1. Die Stack Tunes aus Neuenburg: Michael Eppinger, Johannes Pfeiffer, Philipp Grozinger, Alexander Sehringer. Foto: Privat

NEUENBURG AM RHEIN. "Es ist immer wieder ein Genuss, wenn ich sehe, wie die Leute unsere Musik genießen", erklärt Johannes Pfeiffer (19), Drummer der Neuenburger Band Stack Tunes. Gemeinsam mit seinen Kollegen Philipp Grozinger (24, Gitarre), Alexander Sehringer (19, Gesang und Gitarre) und Michael Eppinger (22, E-Bass) nimmt er am Finale des diesjährigen Music Star(t) Contests (MSC) am Samstag teil. Im Markgräflerland ruhen nun alle Hoffnungen auf der Band.

Erst 2008 fanden sich die vier kreativen Köpfe in ihrer jetzigen Konstellation zusammen. Ihre Stärken sehen Stack Tunes vor allem in ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung, ihren Sound beschreiben sie als "irgendetwas zwischen Hard-Rock und Metal; zweistimmige Gitarren, teils geslappte Bässe sowie druckvolle und groovende Drums".

"Der erste Platz wäre gigantisch", erklärt Johannes Pfeiffer. Der MSC sei ein sehr großer Bandcontest, fügt Philipp Grozinger an. Daher ist es auch verständlich, dass die Band sich intensiv auf den alles entscheidenden Auftritt vorbereitet.

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Die Geburt des MSC liegt fünf Jahre zurück. Bis heute hat sich die Veranstaltung zu Südbadens größtem Bandnachwuchswettbewerb etabliert. Betreut werden die Bands und deren Fangemeinden von ehrenamtlichen Helfern. Unter den Organisatoren sind Stephan Sprehe vom Online-Musik-Magazin Regiomusik, Jenny Schick vom Energiedienstleister Badenova, die Stadt Neuenburg sowie der Verein Jamhouse-Neuenburg.

Der MSC sei sehr beliebt bei den Nachwuchsbands, erklärt Wolfgang Gerbig, der im Neuenburger Jugendbüro als Sozialarbeiter tätig ist. Die Preise, einen Auftritt als Support-Act beim Stimmen-Festival in Lörrach, eine professionelle Aufnahme in einem Tonstudio und verschiedene Sachpreise, zum Beispiel für den besten Sänger oder Drummer, seien sehr attraktiv. Die Jury bestehe aus Profimusikern und Musikredakteuren, die fair und fachlich ausgebildet seien. Außerdem werde nach den Wettbewerben der Kontakt zu den Bands gehalten und versucht, ihnen Auftritte zu vermitteln, sagt Gerbig. Natürlich bleibe auch der Alkoholkonsum bei solchen Veranstaltungen nicht außen vor. Allerdings sei dies nur ein Problem am Rande, das von den Helfern mit wachsamen Augen beobachtet werde. Man habe sich auf das Finale sehr gut vorbereitet. Insgesamt haben sich sieben Bands dafür qualifiziert. Das sind neben den Stack Tunes aus Neuenburg die Gruppe Ferum Incantare aus Grenzach-Wyhlen, Curse of Society aus Bahlingen, Fearce aus Sexau, 3samkeit aus Trossingen, Stain in the fate aus Gutach-Bleibach und Infected Slaves aus Kehl.

Dezibel aus Müllheim ist beim ZMF in Freiburg dabei

Die Band Dezibel aus Müllheim konnte sich zwar nicht fürs Finale qualifizieren, hatte aber bei der Online-Abstimmung, bei der man für die persönliche Lieblingsband stimmen konnte, die Nase vorn. Die drei Musiker bekamen 40 025 Stimmen und dürfen daher im Juli beim Zelt-Musik-Festival in Freiburg auftreten.

"Die Bands spielen auf einem sehr hohen Niveau", beschreiben die Stack Tunes ihre Konkurrenz. Natürlich sei jedes Mal vor einem Auftritt eine gewisse Anspannung vorhanden, allerdings könne dies auch beflügeln und die Konzentration fördern. "Wir hoffen, dass wir nach und nach immer mehr Menschen für unsere Musik begeistern können", erklärt Sänger und Gitarrist Alexander Sehringer. "Wie erfolgreich wir damit sind, wird sich in der Zukunft zeigen."Der Gewinn des MSC wäre schon mal ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.

Das MSC-Finale findet am Samstag, 15. Mai, im Stadthaus in Neuenburg statt. Einlass ist um 19 Uhr, die Show beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Autor: unserer Mitarbeiter Jennifer Ruh