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18. April 2015

"Freue mich eigentlich auf alles"

KURZ GEFRAGT mit dem Neuenburger Philipp Graf, der als Junior-Botschafter in die USA geht.

  1. Freut sich auf die USA Philipp Graf Foto: ZVG

MARKGRÄFLERLAND. Philipp Graf, der in Müllheim das Markgräfler Gymnasium besucht, wird ab dem Sommer ein Auslandsjahr als Junior-Botschafter in den USA antreten. Deswegen befindet sich der 16-Jährige gerade zur Vorbereitung im Europäischen Jugendbildungszentrum in Weimar. In einer Pause erzählt er Sarah Minarik, warum er in den USA Kartoffelsalat machen soll und was ihn vor den ersten Fettnäpfchen bewahrt.

BZ: Wieso hast du dich um das Amt als Junior-Botschafter in den USA beworben?

Graf: Mein Papa hat mich darauf hingewiesen, dass es das Parlamentarische Partnerschafts-Programm, also das PPP, gibt, und da ich mich schon immer für Geschichte und Politik begeistern konnte, habe ich mich über das PPP informiert. Ich wusste, dass gute Schulnoten erwartet werden und nachdem ich einen Durchhänger in der achten Klasse hatte, habe ich jetzt einen Notenschnitt von 2,2. Der hat gereicht, um Armin Schuster von mir zu überzeugen.

BZ: Weißt du schon, wann es los geht und wo genau du hinkommst?

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Graf: Nein, wo und wann genau weiß ich noch nicht. Irgendwann Ende Juli/Anfang August geht es los. Das erfahre ich einen Monat vor Abreise.

BZ: Was werden deine Aufgaben als Junior-Botschafter sein?

Graf: Meine Aufgabe ist es, die kulturellen und gesellschaftlichen Werte von Deutschland zu vermitteln. Also zum Beispiel mit den Amerikanern Bratwurst grillen oder Kartoffelsalat machen. Und dann kommt noch dazu, dass ich einmal im Quartal einen Brief an Armin Schuster über meine Erfahrungen schreiben muss, der dann veröffentlicht wird.

BZ: Wie geht es nach dem Abitur weiter, planst du beruflich später in die Politik zu gehen?

Graf: Nach den Treffen mit Armin Schuster beginnt man sich natürlich für Bundestagsabgeordnete zu interessieren. Was ich nach dem Abitur mache, weiß ich aber noch nicht. Ich habe mal über Maschinenbau oder Bundeswehr nachgedacht, aber da steht noch nichts fest.

BZ: Auf was freust du dich besonders in den USA?

Graf: Ich freue mich eigentlich auf alles, das Essen, die tolle Landschaft und die Menschen. Ich kenne zwar noch nicht viele Amerikaner, aber die, die ich kenne, sind alle total nett.

BZ: Bei einem Treffen mit Armin Schuster hat er dir zur Vorbereitung das Buch "Gebrauchsanweisung für die USA" gegeben. Hast du es schon gelesen?

Graf: Ja, das habe ich schon, am Tag nachdem ich es bekommen habe, komplett durchgelesen. Ich bin ein schneller Leser, da fällt mir das nicht schwer. Ich wusste am Anfang nicht, ob das Comedy ist oder wirklich nützlich. Aber ich glaube es wird mir helfen, nicht in jedes Fettnäpfchen zu treten. Mittlerweile habe ich es sogar schon verliehen.

Philipp Graf ist 16 Jahre alt, wohnt in Neuenburg und geht auf das Markgräfler Gymnasium in Müllheim.

Autor: bz