10. Februar 2010
"Jeder Job kann Spaß machen"
BZ-INTERVIEW mit Regisseur Werner Siebert, der mit Schülern in Neuenburg gedreht hat / Ende Februar ist Filmpremiere.
NEUENBURG AM RHEIN. Die Premiere von "Der Joghurt-Crash" steht an: Ende Februar wird der Kurzfilm aus der Sparte "Action-Krimi-Komödie" im Neuenburger Stadthaus gezeigt. Gedreht haben ihn Schüler von Kreisgymnasium, Real- und Hauptschule zusammen mit Filmregisseur Werner Siebert aus München. Siebert ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis und hat auch schon ein Plakat entworfen, das demnächst an den Schulen und in der Stadt ausgehängt werden soll. BZ-Mitarbeiterin Jutta Schütz sprach mit dem Regisseur.
BZ: Schnitt und Vertonung von "Der Joghurt-Crash" sind fertig – gibt es denn auch einen Soundtrack?Siebert: Ja, gibt es. Ich hatte richtig Glück, weil ich einen Profi dafür gewinnen konnte. Bestimmt kennen ein paar Jugendliche und Erwachsene die Sendung "Eine wie keine", die Telenovela auf Sat 1. Die Musik komponiert Conrad Bekk – und der hat jetzt auch den Soundtrack für den Schülerfilm fertig gestellt.
BZ: Könne Sie etwas über den Film der Schüler verraten?
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Siebert: Er dauert knapp zehn Minuten mit vielen Szenenwechseln, lustigen Bildern und Dialogen – und er hat auch noch ein paar "Outtakes" drangehängt: die Szenen, die nicht geklappt haben, die aber witzig sind.
BZ: Gibt es noch ein paar Extra-Bilder von der Dreharbeit?
Siebert: Oh ja, ich möchte schon zeigen, wie viel Arbeit sich die Schüler gemacht haben und wo wir gedreht haben. Immerhin haben wir die Abläufe unter anderem in einem Lebensmittelgeschäft an einem Samstag ganz schön durcheinander gebracht.
BZ: Was haben Sie aus dem Dreh gelernt?
Siebert: Zum einen, dass alle Schüler trotz etlicher Stunden Aufwand alle total diszipliniert bei der Sache waren – es hat mir riesig viel Spaß gemacht und ich mache so ein Projekt sicherlich noch mal. Zum anderen, dass man sich im Oktober nicht unbedingt aufs Wetter verlassen kann. Wir haben draußen am Rhein ganz schön vor Kälte gezittert. Das nächste Projekt würde ich aus diesem Grund vom Thema her um den Ort Schule herumgruppieren – zum einen ist der Dreh dann einfacher, zum anderen viel Technik vor Ort und man kann schneller arbeiten.
BZ: Was haben Sie den Schülern vermittelt?
Siebert: Ich hoffe, dass sie gesehen haben, dass nicht nur die Hauptdarsteller gefragt sind, sondern Filmen eine ganz vielschichtige Aufgabe für ein großes Team ist. Jeder Job kann Spaß machen – auch wenn man hinter der Kamera und hinter der Szene agiert. Deshalb soll auch auf dem Filmplakat jeder nachlesen können, wer mitgemacht hat.
BZ: Was wünschen Sie sich für die Premiere?
Siebert: Dass die Schüler ganz viele Freunde, Eltern, Lehrer, Bekannte und die Sponsoren mitbringen – es soll eine lustige Premiere mit hoffentlich viel Gesprächsstoff werden.
Autor: jut

