Lachsalven für einen guten Zweck

Alexander Anlicker

Von Alexander Anlicker

Di, 08. November 2016

Neuenburg

Premiere des Stücks "Erben leicht gemacht" der Markgräfler Lachbühne.

NEUENBURG AM RHEIN. Ziemlich lustig ist es zugegangen bei der Premiere des neuen Stücks "Erben leicht gemacht" der Markgräfler Lachbühne im katholischen Gemeindehaus St. Bernhard in Neuenburg.

Regisseur Peter Steinbeck hat die Mundartfassung der Komödie von Tobias Landmann den Akteuren auf den Leib geschrieben. Nicht nur mit Wortwitz, sondern auch mit Gestik und Mimik überzeugten die Darsteller am Freitag auf der Bühne. Allen voran Beate Sänger als Magd Frieda Mops, die herzerweichend und anrührend in Tränen ausbrach, da ihr Chef Landwirt Ludwig Moser ihre Liebe nicht erwiderte. Roland Meisinger spielte den ebenso eingefleischten wie unordentlichen Junggesellen perfekt – da landet nach dem nächtlichen Saufgelage schon mal eine Socke im Weinkrug. "Käsig im Abgang": Für Lachsalven sorgte Alfons Klingele als Ludwigs Gehilfe Schorsch gleich im ersten Akt, als er die Socke aus dem Krug zog, sich damit über die Stirn fuhr und den Mund abwischte, während ihm der Pfarrer (Bernd Merle) von Ludwigs finanziellen Problemen berichtet.

Ludwig Moser hat ein Problem: Die Existenz des Hofes ist gefährdet – die Zwangsversteigerung droht. "The water steht ihm bis zum Hals", wie Ludwigs in den USA lebende Schwester Sophie (Beate Berger) treffend feststellte. Diese verwaltet – wie es einst der Vater verfügt hatte – Ludwigs Erbe, bis er heiratet. Gemeinsam mit Schorsch heckt er einen Plan aus, um Sophie die bevorstehende Hochzeit vorzugaukeln. Doch diese ist nicht auf den Kopf gefallen und reist an, um die Braut kennenzulernen. Damit nimmt das Chaos seinen Lauf. Neben Ludwigs geschwätziger Base Mathilde (Manuela Obermeier) sorgt auch ein mysteriöser Kriminalfall, in dem Philipp Müller als stotternder Polizist Herbert Schnellinger ermittelt, für weitere Verwicklungen. Und da taucht auch noch Helene Meyer (Damaris Zindler) als Ludwigs und Sophies Jugendfreundin auf. Zuviel für Frieda Mops (Beate Sänger), die sich nur zu gerne als Ludwigs Braut anbieten möchte.

Am Ende fügt sich alles zum Guten und das Publikum belohnte die Akteure mit reichlich Beifall. Am Erfolg beteiligt waren auch Elvira Ackermann, die sich um das Styling kümmerte, Souffleuse Mechthild Merle und der elsässische Maler Gérard Kraemer, der das Bühnenbild geschaffen hat. Der Erlös der Aufführungen kommt sozialen Zwecken zugute, wie Peter Steinbeck zu Beginn erklärte. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem das Haus Engels in Bad Bellingen unterstützt.

Info: Das Stück "Erben leicht gemacht" der Markgräfler Lachbühne wird am Samstag, 12. November, um 20 Uhr in der Baselstabhalle in Steinenstadt erneut aufgeführt.