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10. Februar 2012
Lebensgefahr auf Eis
DLRG warnt vor dem Betreten zugefrorener Seen und Bäche.
MÜLLHEIM/NEUENEBURG (BZ). Die knackigen Minustemperaturen der vergangenen Tage haben dafür gesorgt, dass Seen und auch Flüsse teilweise zugefroren sind. Auch in der kommenden Woche soll es laut Vorhersagen weiterhin frostig bleiben. Das Betreten der Eisflächen ist jedoch lebensgefährlich. Deshalb warnen jetzt die Wasserretter der DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg vor Spaziergängen auf dem Eis, so verlockend dies auch gerade sein mag.
Generell gelte, heißt es in einer Mitteilung der DLRG, ein zugefrorenes Gewässer sollte immer erst dann betreten werden, wenn es offiziell dafür freigegeben ist. Die Eisdecke sei zwar vielerorts schon mehrere Zentimeter dick, dennoch können Lufteinschlüsse oder wärmere Strömungen unter der Eisdecke die Stabilität des Eises erheblich verringern. Auch Schnee und bewachsene Uferzonen verändern die Tragfähigkeit des Eises. Erst ab einer Eisdicke von ungefähr 15 Zentimetern, bei fließenden Gewässern sogar mindestens 20 Zentimetern, könne die Eisfläche sorglos genutzt werden.
"Knackt das Eis, sollte man sich sofort flach auf den Bauch legen und vorsichtig in Richtung Ufer rutschen", sagt Oliver Wagener, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg, als Hinweis darauf, wie man sich bei einem Unglücksfall verhalten sollte. "Ist jemand eingebrochen, müssen alle Beteiligten sehr umsichtig handeln, denn der Einbruchstelle sollte man sich nur sehr vorsichtig nähern", erklärt Wagener weiter. Eine dicke Winterjacke, ein kräftiger Schal oder das Abschleppseil aus dem Auto könnten helfen, den eingebrochenen Menschen aus dem eisigen Wasser zu retten. Noch bevor man selbst zur Tat schreitet, sollte man allerdings auch die Rettungskräfte über den Notruf 112 alarmieren: Zum eigenen Schutz und damit der Eingebrochene schnellstmöglich versorgt werden kann. Sich im Notfall selbst zu retten, sei nur sehr schwer möglich. Wageners Rat: Um Hilfe rufen, wenig strampeln und die Hände seitlich auf die Eisdecke legen, um zu verhindern, dass man unter die Eisfläche gerät.
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Autor: bz
