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01. Februar 2011

Narren aus den Zähringerstädten

Am Treffen im schweizerischen Rheinfelden nehmen auch rund 400 Neuenburger teil.

  1. Zum vierten Male wird in diesem Jahr das im Jahr 2002 von Winfried Studer ins Leben gerufene Zähringer-Narrentreffen ausgerichtet. Dieses Mal findet es in Rheinfelden in der Schweiz statt. Auf den Besuch der Narren aus den Zähringerstädten freuen sich die Narren in Rheinfelden, hier mit dem Zähringer Wappentisch im Hof des Rheinfelder Rathauses. Foto: privat

NEUENBURG AM RHEIN. Mit einer großen Delegation werden die Neuenburger Narren in diesem Jahr ins schweizerische Rheinfelden fahren. 14 Narrencliquen und die Stadtmusik wollen dort mit mehr als 400 Teilnehmern beim Zähringer-Narrentreffen mitmachen.

Das erste dieser Treffen wurde anlässlich des 75. Geburtstags der Neuenburger Narrenzunft "D’Rhiischnooge" vom damaligen Ratschreiber und Hauptamtsleiter der Stadt, Winfried Studer, ins Leben gerufen. Seither findet es im dreijährigen Turnus in einer der insgesamt zwölf Zähringerstädte statt. Zur Premiere in Neuenburg kamen damals rund 10 000 Hästräger. Nach Neuenburg, Murten in der Schweiz (2005) und Freiburg im Breisgau (2008) findet die vierte Auflage am Samstag und Sonntag, 26. und 27. Februar, erneut in der Schweiz statt, dieses Mal in Rheinfelden. Höhepunkt des Narrentreffens ist ein großer Umzug der Zähringer-Narrenvereinigungen durch das mittelalterliche Rheinstädtchen am Sonntag, 27. Februar.

Sehenswert dürfte der Umzug sein durch die Mischung der Fasnachtsgewänder aus dem Breisgau, von der Baar und aus dem Hochschwarzwald in Kombination mit den Kostümen der Guggemusiken aus den Schweizer Zähringerstädten. Die Freundschaft zwischen den deutschen und schweizerischen Zähringerstädten wurde anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Fribourg 1957 begründet.

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ZÄHRINGERSTÄDTE

Einst Besitz der Herzöge

Zwölf Zähringerstädte gibt es in Deutschland und der Schweiz. Alle gehörten einst zum Besitztum der Herzöge von Zähringen oder wurden sogar von diesen gegründet. Dies sind Bern, Burgdorf, Freiburg im Uechtland (Fribourg), Murten, Rheinfelden und Thun in der Schweiz sowie Bräunlingen, Freiburg mit Zähringen, Neuenburg am Rhein, St. Peter im Schwarzwald, Villingen-Schwenningen und Weilheim an der Teck. Der Stammsitz des schwäbischen Adelsgeschlechts ist die Limburg bei Weilheim an der Teck, die von Berthold I. erbaut wurde. Einer seiner zwei Söhne, Berthold II., ging nach Westen und baute bei Freiburg die Burg Zähringen, die dem Adelsgeschlecht fortan den Namen gab. Städtegründer: Berthold IV. festigte in der Schweiz mit der Gründung von Freiburg im Uechtland und dem Wiederaufbau von Murten seine Macht. Auf ihn geht auch die Gründung von Neuenburg zurück. Sein Nachfolger Berthold V. gründete die Schweizer Bundeshauptstadt Bern.

"Die Stadtgründungen im 12. Jahrhundert in Süddeutschland und in der Schweiz sind eine bleibende Leistung dieses Herrschergeschlechts", schreibt Winfried Studer in dem 2008 erschienenen Buch "Streifzüge durch die Zähringestädte" von Norbert Schmidt. "Die 1957 begründete Partnerschaft zwischen den deutschen und Schweizer Zähringerstädten wird bis heute kraftvoll und lebendig gepflegt", schreibt Winfried Studer.  

Autor: alx

Autor: Alexander Anlicker