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31. Januar 2012
Wochenmarkt zieht um
Auf Neuenburger Rathausplatz.
NEUENBURG AM RHEIN (dop). Diesen Mittwoch findet der Neuenburger Wochenmarkt auf dem Rathausplatz statt. Nach dem Wunsch der Marktbeschicker soll das auch für die Zukunft so bleiben, wie die Stadt nun einen entsprechenden Antrag positiv beschieden hat. "Die Händler versprechen sich mehr Laufkundschaft, weil der Rathausplatz doch wesentlich zentraler liegt als der Marktplatz am Stadthaus", erläuterte Marktmeister Norbert Selz der BZ.
Selbst wenn die Andienung mit Transportfahrzeugen etwas schwieriger ist als am Stadthaus, so überwiegen doch nach Meinung der Marktleute die Vorteile der zentralen Lage. Der Neuenburger Wochenmarkt fand bereits von 1978 bis 1991 auf dem Rathausplatz statt. Der Umbau des Rathauses machte ein Ausweichen nötig, hierfür bot sich der Platz vorm Stadthaus an, der in der Folgezeit dann auf Wunsch der Händler von Stadthaus- in Marktplatz umbenannt wurde.
Neuenburg war schon immer Marktstadt. 1292 erhielt die seit 1219 Freie Reichsstadt hohen Besuch: König Adolf von Nassau kam höchstpersönlich an den Rhein, um den Neuenburgern einen umfangreichen Freibrief, das "Adolphinische Privilegium" auszuhändigen, in dem unter anderem das Recht, einmal in der Woche Markt zu halten, festgeschrieben war. Zwei weitere Jahrmärkte gestand König Sigismund den Neuenburgern 1417 zu. Die verkehrsgünstige Lage der Stadt und ihre politische Bedeutung machten sie zu einem begehrten Handelsplatz.
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In neuerer Zeit nimmt die Stadt ihre Rolle als Marktstadt nicht nur mit den zwei Wochenmarktterminen mittwochs und samstags wahr. Aufs Jahr verteilt sorgen hier Kunsthandwerker- und Geranienmarkt (Mai), deutsch-französischer Bauernmarkt mit Johannismarkt (Juni), Kartoffelmarkt (Oktober) und Weihnachtsmarkt für Leben in der Stadt. Alle drei Jahre gibt es zudem im November den Hamburger Fischmarkt. Wenn der Rathausplatz wegen anderer Veranstaltungen nicht zugänglich sein sollte, weicht der Wochenmarkt in die Salz- und die Metzgerstraße aus, sagt Marktmeister Selz. Da diese Bereiche direkt an den Rathausplatz angrenzen, sollen so Irritationen bei den Kunden vermieden werden.
Autor: dop
