Neuer Dirigent beim Musikverein

Liane Schilling

Von Liane Schilling

Di, 11. September 2018

Friedenweiler

Thomas Mai aus Hammereisenbach übernimmt künftig die musikalische Leitung.

FRIEDENWEILER. Mit Thomas Mai aus Hammereisenbach hat der Musikverein Friedenweiler/Rudenberg einen neuen Dirigenten gefunden. Der 62-jährige ist Vater von vier erwachsenen Kindern und fröhlicher Opa von zwei Enkeln, wie er lachend erklärt. Im Hauptberuf ist er Kraftfahrer, die Liebe zur Musik hat diese zum Zweitberuf werden lassen.

Er trat 1970 in den Musikverein Hammereisenbach ein und ließ sich am Horn ausbilden, später nahm er Privatunterricht bei Robert Mayr in Neustadt und besuchte Kurse des Blasmusikverbandes in Waldau. In Trossingen absolvierte er die Ausbilderlehrgänge für Blech- und Holzbläser und erwarb sich verschiedene Fachqualifikationen. Aktuell bildet Mai 15 Nachwuchsmusiker in Urach und Pfaffenweiler aus. Er war von 1977 bis 1982 Dirigent in Hammereisenbach, und leitete insgesamt 18 Jahre lang die Musik- und Trachtenkapelle Pfaffenweiler und weitere zehn Jahre den Musikverein Urach. Auch war er zehn Jahre stellvertretender Dirigent des Blasmusikverbands Hochschwarzwald. Mai besuchte das Dirigierseminar bei Professor Mösenbichler in Trossingen und verschiede Workshops unter anderen bei Henk van Lijnshooten, Franz Watz, Thomas Doss, Jakob de Haan, Gottfried Veit und Malte Burba.

Zum Musikverein Friedenweiler/Rudenberg kam er auf direkte Anfrage. Man traf sich, probte gemeinsam und befand, dass es passt, schildert er. Sein Ansatz ist der, dass auch zahlenmäßig kleine Kapellen im musikalischen und unterhaltenden Sinne gut spielen sollen. Alle dafür nötigen Parameter wie Tempo, Lautstärke, musikalischen Ausdruck und Stilistik will er gemeinsam mit dem Orchester erarbeiten, aber auf beiden Seiten soll viel Spaß dabei sein. Jetzt stehen zunächst die Vorbereitungen für das im November geplante Doppelkonzert mit dem Musikverein Hondingen auf dem Plan. Danach will sich Mai "mit den Musikern abstimmen und sehen, was es zur musikalischen Weiterentwicklung braucht. Mit dem Tatendrang der Jungen und der Routine der Alten kann man viel bewegen", erklärt er mit Blick auf die 30-köpfige Kapelle, die sich aus verschiedenen Altersklassen zusammensetzt. Für die Kennenlernphase sind neben den regulären auch Registerproben vorgesehen. Am 3. November ist das Ergebnis in Hondingen, am 24. November in Friedenweiler, zu hören.