Neuer Mitstreiter für Naturschutz

Hans-Jochen Köpper

Von Hans-Jochen Köpper

Mo, 24. März 2014

Lenzkirch

Schwarzwaldverein Lenzkirch hat seine vielfältigen Aufgaben bestens bewältigt / Gestiegene Kosten fordern Beitragserhöhung.

LENZKIRCH. Gut aufgestellt zeigte sich die Ortsgruppe Lenzkirch des Schwarzwaldvereins bei ihrer Hauptversammlung im Kurhaus. In einer informativen Rundschau erläuterten die Vorstandsmitglieder ihre Arbeitsbereiche und konnten mit Bastian Sänger einen neuen Mitstreiter für den Naturschutz in ihre Reihen aufnehmen.

Besonders erfreulich sei, so Vorsitzende Doris Vogel in ihrem Bericht über das zurückliegende Vereinsjahr, dass drei Beherbergungsbetriebe als neue Mitglieder gewonnen wurden und die Mitgliederzahl um 22 auf jetzt 373 gestiegen ist.

Neben Besuchen bei benachbarten Ortsgruppen, Arbeitssitzungen und Wanderfahrten hob Vogel die Partnerschaft mit der elsässischen Gemeinde Dambach la Ville hervor, die sich in diesem Jahr zum 25. Mal jährt. Auch sei viel Arbeit vor Ort geleistet worden, beispielsweise bei Einsätzen zum Fichten- und Springkrautrupfen, bevor das Jahr im vergangenen November mit der Verabschiedung des Bezirksvorsitzenden Harald Fritsche endete. Derzeit sei eine Findungskommission, bestehend Mitgliedern mehrerer Ortsgruppen, auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

"Wie gewonnen so zerronnen". So könnte die Bilanz von Kassiererin Gisela Körner lauten, denn den Einnahmen in Höhe von 11537 Euro standen Ausgaben in nahezu gleicher Höhe gegenüber, so dass lediglich 60 Euro verblieben. Jedoch verfüge man – noch – über ausreichende Rücklagen.

Für die Pflege und Instandhaltung der Wege habe man, wie Wegewart Eugen Waldvogel berichtete, insgesamt mehr als 200 Arbeitsstunden aufgewendet, wobei der Schaden, den ein gestürztes Pferd in der Wutachschlucht verursachte, besonders hoch gewesen sei. Wanderwart Matthias Klott bilanzierte 23 Wanderungen und kündigte für dieses Jahr einen Wanderfitnesspass an, der unter dem Motto steht: "Jeder Schritt hält fit".

Die Säuberung von Wegekreuzen, das alte Wasserrad in Unterlenzkirch, der unschöne Anblick von Heuballen bis in den Frühsommer, Fragen des Denkmalschutzes und der Standorte von Windrädern hatten den Heimatwart Erich Beha beschäftigt.

Naturerlebnisse nahebringen, aber ohne Massentourimus, das ist das Credo von Naturschutzwart Andreas Schellbach. Problematisch sei nach wie vor das Springkraut, jedoch habe man mit einem Aussichtspunkt am Ursee und einem neuen Mischwald am Sommerberg, der die Fichtenmonokultur nach und nach ablöst, Positives geschaffen.

Bürgermeisterstellvertreter Werner Pröller überbrachte Grüße seitens der Gemeinde. Carolin Waldvogel vom Lenzkircher HTG-Team lobte in ihrem Grußwort die gute Zusammenarbeit und meinte, dass sich Lenzkirch mit dem Thema "Wandern und Familie" hinter anderen Gemeinden "die einen See oder einen Berg haben" nicht zu verstecken brauche.

Angenommen wurde eine Resolutuion der Ortsgruppe Bonndorf zum Erhalt einer alten Kapelle in Bad Boll. Als konsensfähig erwies sich die vorgeschlagene Beitragserhöhung um drei Euro pro Jahr, um den gestiegenen Kosten Rechnung zu tragen. Beschlossen wurde auch eine Jugendmitgliedschaft für einen Jahresbeitrag von 5 Euro. Da Andreas Schellbach kürzertreten will, konnte mit dem 19-jährigen Forst-Auzbi Bastian Sänger ein zweiter Naturschutzwart gefunden werden. Die passende Vereinsjacke gab es von Doris Vogel gleich dazu.

Nach so viel Vereinsarbeit kehrte zum Schluss Entspannung ein: Wanderführer Walter Matt stellte in Wort und Bild den Meraner Höhenweg vor.