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31. Juli 2012
Neuer Platz rückt näher
Gemeinde stimmt Bauantrag des FC Wittlingen zu / Geforderte Obstbäume bereiten Sorgen.
WITTLNGEN. "Das Thema beschäftigt mich und den FC Wittlingen, seit ich Vorsitzende bin", sagt die seit 2005 amtierende Verena Bastian und meint damit den Bau eines zweiten Rasenplatzes. Nun scheint das Projekt auf die Zielgerade einzubiegen. Der Gemeinderat stimmte am Freitag mit einigen Anmerkungen dem Bauantrag zu.
Allein 13 Jugendmannschaften und insgesamt mehr als 200 Aktive trainieren teilweise mehrmals in der Woche auf Hart- und Rasenplatz, schildert Bastian. Da sei die Kapazitätsgrenze längst erreicht.Nachdem es der Gemeinde gelungen ist, die nördlich an das bestehende Areal angrenzende Wiese zu erwerben, rückt eine Lösung nun in greifbare Nähe. Die Pläne seien mit dem Kreisbauamt abgestimmt, so Bürgermeister Michael Herr.
Vorgesehen ist auf dem insgesamt 8900 Quadratmeter großen Grundstück, das die Gemeinde zu einem geringen Pachtbetrag dem Verein zur Verfügung stellt, ein 56 Meter breiter und 92 Meter langer Rasenplatz, der in Ost-West-Richtung ausgerichtet wird, also mit der Kopfseite Richtung Kander. Gesäumt werden soll er von vier 16 Meter hohen Flutlichtmasten mit jeweils zwei Strahlern sowie von Ballfangzäunen. Die Parkplätze werden auf der Ostseite angelegt und mit wasserdurchlässigem Belag versehen.
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Mit den von der Umweltschutzbehörde geforderten Kompensationsmaßnahmen hatte das Gremium jedoch so seine Probleme. Die Behörde fordert nämlich die Neupflanzung von 19 Obstbäumen entlang des Ölbachgrabens, der zwischen dem jetzigen Sportareal und dem geplanten neuen Platz verläuft, sowie die Einsaat einer Kräuterwiese, die nur zwei Mal pro Jahr gemäht werden darf, auf den Böschungen und Grünstreifen ringsum.
Derart viele Obstbäume würden jede Menge Bienen, Wespen und andere Stechinsekten anlocken. In der Nähe von Spielplätzen beispielsweise würden Obstbäume nicht mehr empfohlen, weil unter Kindern Allergien auf Insektenstiche stark zunähmen, wunderte sich Herr über diese Auflage. Statt der Obstbäume will die Gemeinde deshalb die Pflanzung unproblematischer ufertypischer Gehölze anregen. Andernfalls fordert sie vom Landratsamt eine Haftungsübernahmeerklärung. Auch die Befürchtung, dass aufgrund des Samenfluges der Fußballrasen im Nu ebenfalls zur wild wuchernden Kräuterwiese werden könnte, will man nochmals zu bedenken geben. "Da finden wir aber eine Lösung", war Herr sicher.
Der Verein jedenfalls hofft auf eine baldige Baugenehmigung. Kommendes Frühjahr wolle man mit den Arbeiten loslegen, von denen etliche in Eigenregie erledigt werden sollen, so Verena Bastian. Zur Saison 2013/2014 soll der Platz dann zur Verfügung stehen. Man gehe von einem Kostenrahmen von mindestens 150 000 Euro und einem 30-prozentigen Zuschuss des Sportbundes aus, den man aber zunächst vorfinanzieren müsse. Spendenaktionen sind längst angelaufen.
Autor: Herbert Frey



