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17. März 2017

Neuer Schub

Offbeat-Jazzfestival Basel mit 25 Bands auf neun Bühnen.

Vor 100 Jahren erschien in den USA die erste Jazzplatte. Dieses Jubiläum hat auch Urs Blindenbacher mit dem Offbeat-Jazzfestival und der angedockten Konzertreihe im Hinterkopf. Ersteres bietet dieses Jahr Stars wie den Pianisten Chick Corea, der sein neues Trio vorstellt (28. April), und Kenny Barron (15. Mai); ein weiterer Vertreter der Kategorie der "großen Namen" ist der Schlagzeuger Manu Katché, der mit seinem Quintett Unstatic um die Bläser Luca Aquino (Trompete) und Tore Brunborg (Saxofon) ins Volkshaus kommt (9. Mai). Insgesamt treten am Festival von Ende April bis Mitte Mai 25 Bands auf neun Bühnen auf.

Stark vertreten darunter sind World Music-Events wie der Aufritt des Daniele di Bonaventura-Quartetts, in dem der italienische Bandoneon-Virtuose mit dem Gitarristen Marcello Peghin und Rhythmusgruppe auftritt (4. Mai). Konkret angekündigt sind zudem der US-amerikanische Schlagzeuger Steve Gadd, der mit einem Quintett um den Trompeter Walt Fowler kommt (6. Mai), und der schwedische Pianist Jan Lundgren, der mit Kontrabassisten Mattias Svensson und einem Streichquartett im UBS-Forum gastiert (26. April). Stark vertreten im Festival ist auch die Gitarre mit Ralph Towner (Solo am 12. Mai), Birelli Lagrene oder Gerardo Núñez, der mit dem UIf Wakenius Trio auftritt (Doppelkonzert im Theater Basel am 27. April).

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Das ganze Offbeat-Konzertjahr, das dieser Tage von Bassist Ron Carter eröffnet wurde, wird noch etwas größer als das vergangene; damals erreichte Offbeat insgesamt 12 000 Zuschauern bei einem Budget von rund einer Million Franken; dieses Jahr rechnet Blindenbacher mit 1,2 Millionen Franken. Das Festival soll auch dem Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb neuen Schub geben: Früher klassischer Musik vorbehalten, war dieser 2012 um Jazz und Pop erweitert worden, doch das schlief wieder ein. Jetzt werden die Preise vor und nach einem Konzert der französischen Gassenfeger Electro Deluxe in der Kaserne verliehen (30. April).

Fundgrube für eidgenössischen Jazz

Bernhard Ley, Leiter der Jazz-Abteilung der Hochschule für Musik, weist angesichts dessen auf strukturelle Defizite von Jazz und Pop gegenüber der Klassik hin, wo auf allen Stufen bessere Voraussetzungen für eine Karriere bestünden.

Offbeat ist aber auch sonst wieder eine Fundgrube für Schweizer Jazz: So gibt’s den Schweizer Tag (1. Mai) und am Schlussabend (18. Mai) tritt der Pianist Stefan Rusconi in ungewohntem Rahmen auf, an der Orgel der Riehener Dorfkirche mit Geiger Tobias Preisig. Zum Festival zeigt das Rappaz-Museum auch Jazzplakate von Niklaus Troxler, Kopf des Jazzfestivals Willisau.


24. April bis 18. Mai; Programm-info: http://www.offbeat-concert.ch
Vorverkauf: http://www.bz-ticket.de

Autor: alb