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02. Februar 2012
Vom Kleen Miller in New York
Der große GV Altenheim nahm sich eine ganz besondere Persönlichkeit als Thema fürs Konzert.
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Akteure und treue Mitglieder (von links): zweiter Vorsitzender Andreas König, Edith Stephan, Ralf Mild, Hans Nickert, Vorsitzende Ulrike Halter; im Hintergrund der Männerchor Foto: Dieter Fink
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Alle Gruppen, die der Gesangverein Altenheim zu bieten hat – im Bild der Gemischte Chor mit Dirigentin Ruth Binder – trugen zur musikalischen Reise des Johann Georg Hetzel bei. Foto: (2) dieter fink
NEURIED-ALTENHEIM (df). Die Herbert-Adam-Halle ist zur MS Altenheim 1871 dekoriert, die Vorsitzende Ulrike Halter zur Kapitänin umbenannt worden. Diese begrüßte das Publikum zur Winterveranstaltung des Gesangvereins Altenheim, um mit dem Konzert "Auf den Spuren der Altenheimer Legende Johann Georg Hetzel" die Meere zu bereisen.
Als Reiseleiter fungierten Andreas König und Heiko Löffel, die als Historiker humorvoll den fiktiven Lebensweg von Johann Georg Hetzel nachzeichneten. Der Legende nach wurde dieser am 1. März 1904 in der Kehlerstraße als Sohn eines zwei Meter großen Müllermeisters geboren. Er war nur 1,60 Meter groß und hatte nichts fürs Handwerk des Vaters übrig. Ihm waren eher die Musik und das Fernweh in die Wiege gelegt. Anscheinend wurde er, noch nicht 20 Jahre alt, gegen seinen Willen verheiratet, war todunglücklich, suchte Hilfe bei Sigmund Freud in Wien und kehrte wieder heim.
Der weitere Weg führte ihn über Berlin und Hamburg nach New York, wo er den großen Frank Sinatra traf. Diesem ließ er seine Kompositionen zukommen – und legte sich anlehnend an den Beruf des Vaters und seine eigene Größe den Namen Kleen Miller zu. Kleen Miller, so das Ende der Legende, stürzte im Dezember 1944 mit einem Flugzeug unter nicht geklärten Umständen ab.
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Entsprechend den Stationen von Hans Georg Hetzel waren im Laufe des Abends die Darbietungen der einzelnen Chöre und der Theater-Urlaubsgruppe (gespielt von Cornelia Hebert, Heiko und Patrick Löffel; Regie Reinhard Weis) gestaltet. In einem gelungenen Schattenspiel und mit dem Beitrag "Ja mein Schatz" zeichnete Heiko Löffel den Besuch bei Sigmund Freud nach. Der Männerchor hatte den Abend unter der Leitung von Dirigentin Ruth Binder mit dem Lied "Die Untreue" eröffnet. Der Gemischte Chor ließ die Besucher "Berliner Luft" schnuppern, und weiter ging es auf Hetzels Spuren mit "Schön ist die Liebe im Hafen" und "Hamborger Veermaster".
Das Gesangsquintett Brigitte Heinrich, Martin Halter, Barbara Lay, Lisa Holthaus und Patrick Löffel begeisterte mit dem Gassenhauer "Wenn ich vergnügt bin". Und der Kinderchor unter Leitung von Olga Schacht gab "Was der Winter alles kann", "Der Bär sucht das Glück" und gemeinsam mit dem Jugendchor die "Zaubermelodie" zum Besten. Nach der Pause und den Ehrungen hatte der neu gegründete Jugendchor mit "Can you feel the love tonight", "Hungriges Herz" und "I have a Dream" Premiere.
Weiter ging die Reise mit "Ich war noch niemals in New York" (Gemischter Chor), "Vivo per lei" (Duo Brigitte Heinrich und Martin Halter), "New York, New York", "Chattanooga Choo, Choo" und "Top of the world" (Chor Young Xang), ehe zum großen Finale alle Mitwirkenden nochmals auf die Bühne kamen und "Ich will heim nach Fürstenfeld, ich will heim ins Niederfeld" sangen, bei dem das Publikum begeistert mitsang. Kapitänin Ulrike Halter dankte am Ende allen Akteuren vor und hinter der Kulisse namentlich, darunter den musikalischen Begleitern Jacqueline Werth, Christian Adam, und Christian Turck.
Ehrungen: Hans Nickert für 65 Jahre als Sänger (einst auch 27 Jahre Vorstandsmitglied); silberne Ehrennadel für Ralf Mild für 25 Jahre
Autor: df


