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21. Juni 2012
Noch spannender als die EM
Drei Tage lang Sommer, Sandstrand und toller Fußball in Winden.
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Beim Beach Soccer geht’s natürlich nicht nur um Fußball. Da kann man auch mal am Rande des Spielfeldes Sonne tanken und den starken Kerlen zusehen. Foto: Fotos: Helmut Häringer
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Fußball auf Sand geht ganz schön in die Knochen. Das stellten am Samstagnachmittag 24 Teams beim Beach Soccer in Winden fest. Foto: Helmut Häringer
WINDEN. Bei bestem Strandwetter fanden auf dem Sportgelände zwischen Hörnle- und Hillersberg in Winden wieder die "Summer, Beach und Soccer Days" statt. Viele Teams hatten sich angemeldet, um auf sandigem Untergrund ein eigenes Turnier, parallel zur EM, auszutragen. Alle hatten viel Spaß und waren mit Begeisterung vom Samstagnachmittag bis Montagabend dabei.
Der Sportverein hatte wieder viele Tonnen Sand bewegt, um ein Beach-Soccer-Spielfeld zu gestalten. Buden mit Speisen und Getränken, Sonnenschirme und Bänke machten den Aufenthalt auch für die nicht Aktiven angenehm. Am Samstag wurde das Turnier der Vereine und Gruppen pünktlich um 16.30 Uhr eröffnet. An den Start gingen 16 Mannschaften mit interessanten Namen wie "Aston Vanilla", "Bautechniker" oder "Malle Boys". Zunächst spielten in vier Gruppen jeder gegen jeden, dann wurden, wie bei der EM, im K.o.-Verfahren die Kandidaten für das Endspiel ermittelt. Obwohl jedes Spiel nur sieben Minuten dauerte, war die Kondition der Spieler ganz schön gefordert, auf Sand spielt es sich erheblich schwerer als auf Rasen. Darauf, dass die Spieler die Beach-Soccer-Regeln auch einhalten, achteten zwei Schiedsrichter. Der "Beach Stadion"-Sprecher Adrian Riesterer gab bei Bedarf noch Erläuterungen und feuerte die Kicker an. Gegen 21 Uhr stand dann nach vielen packenden Zweikämpfen, manchen gelungenen Torschüssen, aber auch einigen Enttäuschungen der Sieger fest: "Aston Vanilla" hatte das Team "Ramba Zamba" verdient mit 4:1 geschlagen und durfte die Trophäe mit nach Hause nehmen. Einen Grund nach Hause zu gehen gab es aber nicht, denn DJ Manne hatte mittlerweile seine Anlage aufgebaut und sorgte für Partystimmung.Werbung
Am Sonntag morgen war zunächst der E-Jugend-Cup vorgesehen. Sechs Mannschaften aus der näheren und weiteren Umgebung kämpften um die drei Siegerpokale. Das kostete besonders die Kleineren ganz schön Kraft, aber sie waren alle bereit, ihr Allerbestes für ihre Mannschaft zu geben. Durchgesetzt haben sich die Jungs des SV Mühlenbach, gefolgt von Winden und Hochdorf. Da der SV Winden auch ein starkes Frauenteam hat, durfte natürlich ein Damenturnier nicht fehlen: Fünf Damenmannschaften zeigten, dass sie an Können und Begeisterung den Herren keinesfalls nachstehen. Am Schluss konnten sich die Mädels aus Neukirch gegenüber dem Team aus Winden durchsetzen und den Damen-Cup mit auf die Heimreise nehmen.
Während der Turniere hatten die Zuschauer und Fans der Mannschaften die Gelegenheit, sich am Grill zu versorgen, reichlich genutzt. So konnte am späten Nachmittag frisch gestärkt auch das dritte Turnier des Sonntags starten. Statt über den Sandplatz zu rennen, konnte man in aller Ruhe aus dem Stand aufs Tor schießen. Insgesamt 26 Teams, je vier Torschützen und ein Torwart, haben die Gelegenheit genutzt, sich im Elfmeterschießen zu messen. So mancher Schütze teilte das Schicksal von Robben im Champions-League-Finale gegen Chelsea. Auch wenn das Tor nur sieben Meter entfernt ist, will nicht jeder Schuss gelingen. Die Meister im Elfmeterschießen wurden verdient das Team "Call me May-be" aus Elzach. Nach der Siegerehrung wurde es Zeit, sich auf die EM-Übertragung einzustellen. Wo am Abend vorher noch DJ Manne für Stimmung gesorgt hatte, wurde jetzt das entscheidende Spiel um den Einzug ins Viertelfinale, Deutschland-Dänemark, auf der Leinwand gezeigt: Banges Warten, bis endlich das erlösende 2:1 fiel.
Beim Handwerker-Cup am Montag gab es noch ein letztes Mal Gelegenheit, sich Pokale zu holen. Acht Teams aus unterschiedlichen Branchen wie "Fenster Mark" und "Metzgerei Oberer Winterhalter" trafen hier aufeinander. Sieger wurden die "Schwarzarbeiter". Bei einem letzten Bier an der Theke und einem Schnitzel mit Pommes wurde dann die letzte Spielanalyse betrieben und versucht, die blauen Flecken zu vergessen.
Autor: Helmut Häringer





