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14. September 2009 12:44 Uhr

Keine Verletzten

Notlandung in Stuttgart – Müntefering an Bord

Franz Müntefering hat eine Notlandung auf dem Stuttgarter Flughafen unverletzt überstanden. "Es war eine ernste, sehr ernste Situation", sagte der SPD-Chef hinterher.

  1. „Sehr ernste Situation“: Müntefering hat in Stuttgart unliebsame Flugerfahrung gesammelt. Foto: ddp

  2. Rettungskräfte legen einen Schaumteppich um das notgelandete Flugzeug. Foto: dpa

  3. Die Notrutschen müssen ausgefahren werden. Foto: dpa

  4. Die Maschine vom Typ Fokker 100 war unterwegs von Berlin nach Stuttgart. Foto: dpa

"Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden", sagte der 69-Jährige nach dem Zwischenfall seiner Parteizentrale zufolge. Die Insassen mussten das Flugzeug über den Noteinstieg mit Rutschen verlassen. Eine Flugbegleiterin wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt. Mehrere Fluggäste erlitten einen Schock.

PROBLEME MIT DEM FAHRWERK

Bei der Landung der Fokker 100 aus Berlin-Tegel war es gegen 10.40 Uhr zu Fahrwerksproblemen gekommen. Das Hauptfahrwerk ließ sich nicht komplett ausfahren, teilte der Geschäftsführer der Fluggesellschaft Contact Air, Manfred Gärtner, mit. Vergleichbare Probleme bei dem Flugzeugtyp seien ihm nicht bekannt. Die Start- und Landebahn sei vorübergehend gesperrt worden. Die Maschine landete auf einem zuvor ausgelegten Schaumteppich.

Das 13 Jahre alte zweistrahlige Düsenflugzeug war mit 82 Passagieren und 5 Besatzungsmitgliedern besetzt. Alle Insassen im Flugzeug hätten sich sehr diszipliniert verhalten, erklärte Müntefering. "Unser Dank gilt dem Kapitän, der eine Meisterleistung hingelegt hat, und seiner Crew, die die Situation professionell gehandhabt hat." In Stuttgart wollte der SPD-Chef an einer Wahlkampfkundgebung teilnehmen.

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Vielflieger Müntefering attestiert dem Piloten später eine Landung sanfter als auf Rädern. In den Terminals wächst derweil die Hektik minütlich. Der Stuttgarter Flughafen hat nur eine Landebahn. Heißt: Die Unglücksmaschine blockiert sofort alles. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung müssten die Unglücksmaschine persönlich in Augenschein nehmen, erklärt ein Flughafensprecher. "Bis zum frühen Abend geht nichts mehr."

BETRIEB WIEDER NORMAL

Fast acht Stunden nach der Notlandung läuft der Betrieb am Montagabend wieder normal. Die Start- und Landebahn wurde nach dem Unglück wieder freigegeben. Wie der Flughafen weiter mitteilte, waren wegen der Sperrung der Rollbahn rund 90 Flüge ausgefallen.

Autor: dpa