13. November 2008 13:22 Uhr
Kranzniederlegung am Panzergraben bei Rheinau
NPD-Aufmarsch: Polizei ist in Alarmbereitschaft
Ein Aufmarsch von Rechtsextremen beim Ehrenmal Panzergraben nahe Rheinau versetzt Polizei und Kreis-Ordnungsbehörde wieder in erhöhte Alarmbereitschaft
In Alarmbereitschaft sind am Volkstrauertag kommenden Sonntag wieder Polizei und Ordnungsamt des Kreises in Rheinau. Ein rechter NPD-Aufmarsch wird wieder mit Kranz zum "Ehrenmal Panzergraben" ziehen; was die linksextreme Antifa-Gruppierungen angeht, wurde nichts bekannt.
Die Behörden rechnen nicht mit einer Konfrontation der beiden Lager. Nachdem 2007 keine Eskalation am Panzergraben zu verzeichnen war, will die Polizei laut Sprecher Gerold Müller von der Direktion Offenburg diesmal nicht so groß auffahren.
Natürlich werde man ein wachsames Auge haben, kontrollieren. Bei Verstößen kann es bis zur Auflösung der Versammlung gehen.
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Für die Auflagen ist das Landratsamt als Genehmigungsbehörde zuständig, bei der die NPD ihr "Heldengedenken" anmelden musste. "Wir haben praktisch drei Veranstaltungen an diesem Tag in Rheinau", erklärt der zuständige Kreisdezernent Michael Loritz, der am Sonntag auch vor Ort sein wird: Morgens die Kranzniederlegung einer Abordnung der Stadt und Vereine zum Totengedenken gegen 11.30 Uhr am Panzergraben – dies geschieht nach dem Gottesdienst um 10 Uhr in der Georgskirche zu Freistett und einer kleinen Gedenkfeier auf dem Freistetter Friedhof. Bereits gegen 12 Uhr wird der NPD-Aufmarsch erwartet.
"Die kommen im Block", so Loritz. Bis
14 Uhr müsse der rechte Auftritt zu Ende sein, die eigentliche Veranstaltung dauere aber nur etwa 30 Minuten. "Der Spuk soll möglichst schnell vorbei sein", wünscht sich der Dezernent.
"Vergangenes Jahr haben bestimmte Sachen nicht geklappt", sagt Loritz. Trotz Verbots sei versucht worden, eine Marschformation aufzubauen. Der "Anmelder" der Veranstaltung sei letztlich als Ansprechpartner gar nicht vor Ort gewesen, untersagte Springerstiefel wurden getragen, die – wie auch Bomberjacken und Uniformteile – am Sonntag verboten sein werden. Zudem habe der eingesetzte Lautsprecher Memprechtshofen beschallt.
Von linksextremen Antifa-Gruppen habe man noch wenig gehört: "Die sind wohl schon mit den Vorbereitungen auf den Nato-Gipfel im kommenden Jahr beschäftigt."
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Autor: obe






