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06. Oktober 2009 00:15 Uhr

Entscheidung

OB-Wahl: CDU schickt keinen Kandidaten ins Rennen

Der Kampf ums Freiburger Rathaus wird ohne eigenen Kandidaten der Freiburger CDU ausgetragen. Sie wird für die OB-Wahl 2010 niemanden nominieren. Ob sie eine Wahlempfehlung abgeben wird, ist unklar.

  1. 2010 entbrennt der Kampf um das Freiburger Rathaus. Foto: Michael Bamberger

Das empfiehlt, wie erwartet, der 24-köpfige Kreisvorstand nach seiner Sitzung Montagabend, an der auch die Stadträte teilnahmen. In der jetzigen Konstellation könne die CDU wesentliche Kernpunkte ihrer Politik durchsetzen, teilten Parteivorsitzender Klaus Schüle und Fraktionschef Wendelin von Kageneck mit und nannten als Beispiele die Finanzen, Bildung und Integration.

Bei den politischen Grundsatzzielen gebe es eine hohe Übereinstimmung mit der Rathausspitze mit Salomon und Finanzdezernent Otto Neideck (CDU). Für einen CDU-Kandidaten sehen Schüle und Kageneck "weder den Bedarf noch eine realistische Chance". Die Mitglieder sollen darüber am Donnerstag, 15. Oktober, diskutieren.

Fürchtet die CDU eine Schlappe gegen Salomon?

Ob die CDU eine Wahlempfehlung – für wen auch immer – abgeben wird, will der Vorstand kurz vor der Wahl entscheiden. Der baden-württembergische Finanzminister Willi Stächele kann sich derweil vorstellen, dass die Freiburger CDU Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne) unterstützt. Vorher müsse sie aber mit diesem abklären, wie weit sich ihre eigenen kommunalpolitischen Vorstellungen mit denen Salomons deckten.

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Die Entscheidung gegen einen eigenen Kandidaten liegt wohl nicht zuletzt darin begründet, dass in der Freiburger Union die Lust auf eine neuerliche Klatsche nicht besonders ausgeprägt ist. Guggenberger, Tümmers, Heute-Bluhm – die CDU-Kandidaten der letzten 20 Jahren gingen baden. Kein Wunder will eine starke Strömung diesmal auf einen eigenen Bewerber verzichten. Gerade die Stadträte sind mit dem Amtsinhaber zufrieden.

Ulrich von Kirchbach kandidiert

Zuletzt hatte der Sozial- und Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) bekanntgegeben, dass er für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren werde – und damit seinen bisherigen Chef Salomon (Grüne) herausfordert. Mit einem Tag Verspätung stellte sich die Freiburger SPD hinter ihren Mann. "Wir können uns keinen besseren Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters vorstellen", teilen Parteichef Walter Krögner und Fraktionsvorsitzende Renate Buchen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Linke Liste schickt eigenen Kandidaten ins Rennen

Auch die politische Gruppierung "Linke Liste – solidarische Stadt" hatte eröffnet, einen links-alternativen Kandidaten in den OB-Wahlkampf zu schicken. Im Gespräch sind laut Stadtrat Michael Moos einige mögliche Bewerber. Ob dazu seine Stadtratskollegin Irene Vogel sowie Günter Rausch von der Initiative "Wohnen ist Menschenrecht" zählen, wollte er weder bestätigen noch dementieren.

Autor: Uwe Mauch/BZ