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29. April 2010 15:27 Uhr
Zahlen, Zahlen, Zahlen
OB-Wahl: Ergebnis ist amtlich – Finke vor Dutt
Das amtliche Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl steht fest: Dieter Salomon hat 50 Prozent plus 369 Stimmen erhalten. Bei den Fußballtrainern schlug Volker Finke nicht nur seinen Nachfolger Robin Dutt.
Baden-Württembergs Wahlrecht sieht eine Besonderheit vor. Wähler dürfen weitere Kandidaten auf den Wahlzettel schreiben – wenn diese identifizierbar sind, gilt die Stimme. Stimmenkönig wurde in Freiburg der Geschichtsstudent Jonathan Dinkel, der dank einer Spaßaktion im Internet immerhin 16 Stimmen erhielt.
Ex-SC-Trainer Volker Finke hat mit vier Stimmen mehr Anhänger als Nachfolger Robin Dutt, den zwei Freiburger wählten und und Joachim Löw, den sich nur einer als OB vorstellen konnte.
Sie alle aber konnten den Amtsinhaber nicht stoppen. Dieter Salomon schaffte die absolute Mehrheit mit einem knappen Vorsprung von 369 Stimmen. Er erhielt 50,5 Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen; ihn wählten 34 934 Menschen. Ulrich von Kirchbach erhielt 29,2 Prozent (20 185 Stimmen), Günter Rausch 20,1 Prozent (13 870 Stimmen).
Die Wahlbeteiligung war mit 45,2 Prozent die schwächste aller OB-Wahlen seit 1956. Somit ist das amtliche Endergebnis praktisch deckungsgleich mit dem vorläufigen Endergebnis, das bereits am Wahlsonntag bekannt gegeben wurde.
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Insgesamt wurden 69 128 gültige und 573 ungültige Stimmen abgegeben. Viele ungültige Stimmen kamen dadurch zustande, dass der Wahlzettel komplett durchgestrichen war – Protestwähler, vermutet das Wahlamt. Weil die Wahlbeteiligung so niedrig war, haben insgesamt nur 23,5 Prozent aller Wahlberechtigten für Salomon gestimmt, 13,2 Prozent für Kirchbach und 8,6 Prozent für Rausch. Folgerung des Wahlamtes: "Dies zeigt, dass die Stimmenausschöpfung aller Kandidaten auf relativ schwachem Niveau war, da die Mehrheit der Wahlberechtigten von keinem der Kandidaten zur Stimmabgabe motiviert werden konnte."
- Dossier: Alle BZ-Artikel zur OB-Wahl
Autor: si
