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27. April 2010
Nachklapp
Obama und Madonna auf dem Wahlzettel
Während die Freiburgerinnen und Freiburger sowie die ehemaligen Kandidaten nach dem Wahlsonntag erstmal durchschnaufen, geht’s im Wahlamt in die Vollen.
Während die Freiburgerinnen und Freiburger sowie die ehemaligen Kandidaten nach dem Wahlsonntag erstmal durchschnaufen, geht’s im Wahlamt in die Vollen. "Wir machen gerade die Wahlprüfung", so Thomas Willmann, der stellvertretende Leiter des Amtes. Erfahrungsgemäß gibt es dann noch rund ein Dutzend Fälle, bei denen die Entscheidungen der Wahlvorstände korrigiert werden müssen – zwei kennt Willmann schon: "Ein Wahlvorstand hat unter ,Sonstige’ Barack Obama zugelassen, der kann aber gar nicht Oberbürgermeister werden, weil er nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hat. Bei Madonna ist das genauso." Am Donnerstag wird das amtliche Endergebnis dann feststehen.
Dass der Wahlsonntag in organisatorischer und technischer Hinsicht so gut gelaufen ist, freut Willmann natürlich: "Bereits um 19.01 Uhr waren wir fertig mit auszählen – ich habe nicht so früh damit gerechnet." Bei der vorherigen OB-Wahl waren erst um 19.30 Uhr alle Bezirke ausgezählt. Auch sonst habe das meiste am Sonntag reibungsfrei funktioniert, so Willmann: "Es gab nur ganz wenige Anrufe von Wahlvorständen." Dafür beschwerten sich einige Wähler, die früher in der Lessingschule gewählt hatten und nun ins barrierefreie Rotteck-Gymnasium umgeleitet worden waren – sie hatten gewohnheitsmäßig ihr altes Wahllokal in der Lessingschule angesteuert, standen vor verschlossenen Türen und meinten, "das Rotteck sei zu".
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Einige wenige Irritationen gab es auch bei anderen Wählern. So erfuhr ein junger Mann in Vauban in seinem Wahllokal, er habe doch schon gewählt – sein Name war im Wählerverzeichnis abgehakt; in einem weiteren Fall passierte das ebenfalls. Die Wahlvorstände wandten sich deshalb an Wahlleiter Willmann. Der riet den abgewiesenen Wählern, nach 17.30 Uhr noch mal wiederzukommen: Dann nämlich war auch die Frühschicht der Wahlhelfer wieder zum Auszählen da und konnte bestätigen, dass diese Wähler ihr Kreuzchen noch nicht gemacht hatten.
Eine Wählerin aus der Krozinger Straße beschwerte sich gestern, sie habe keine Wahlkarte erhalten und wisse dies auch von Arbeitskolleginnen und ihrem Lebensgefährten. Nur mit Personalausweis wählen gehen wollte sie aber nicht: "Ich halte nicht jedem meinen Ausweis unter die Nase." Willmann: "Bei den Wahlkarten haben wir immer einige Rückläufer, etwa, weil Briefkästen nicht beschriftet sind. Die kann man dann auf dem Wahlamt abholen."
Autor: si
