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11. Januar 2012 17:39 Uhr

Konzert des Männergesangvereins Oberried

Funke der Begeisterung springt auf Zuhörer über

Große und kleine Sänger standen beim Konzert des Männergesangvereins "Schwarzwald" Oberried in der Goldberghalle auf der Bühne. Auch die "Ohrwürmer" begeisterten mit ihrem unterhaltsamen Auftritt.

  1. Männergesangverein mit dem Schulchor „unicorn“ Foto: Barbara Odrich-Rees

  2. Jugendchor „sing it“ Foto: Barbara Odrich-Rees

  3. Gerald Lauby und Anne Weh bei ihrer „Bauer sucht Frau“-Parodie Foto: Barbara Odrich-Rees

  4. Ehrung von Friedbert Jörger (links) durch Gebhard Imhof vom Badischen Sängerbund Foto: Barbara Odrich-Rees

OBERRIED. Der Männergesangsverein "Schwarzwald" Oberried begrüßte in der gut besetzten Goldberghalle die Gäste zu seinem Weihnachts- und Neujahrskonzert. Vorsitzender Gerald Lauby resümierte kurz das erfolgreiche Jahr 2011, in dem der Chor einen Zugang um sechs Sänger verzeichnete. Dann gab er das Mikrofon an Peter Boland weiter, der die Moderation des Abends übernahm.

Im ersten Teil des Konzertes blickte der Männergesangsverein auf die vergangene Weihnachtszeit zurück: "Wie schön leuchtet der Morgenstern" (Satz von Gerhard Steiff) und "Weihnachtsfriede" von Roman Zybal, ein Lied aus Skandinavien. Bei "Frohe Weihnacht" erklangen auch die Stimmen der drei Mädchen Annalena Schuler, Siri Römer-Litzmann und Irena Thomann aus dem Chor "sing it". Den weihnachtlichen Teil beschloss Gerald Lauby mit dem französischen Lied "Cantique pour Noel".

Gemeinsam sang dann der Männergesangsverein mit dem Chor der Michael-Schule "unicorn" das Lied "Transeamus" von Joseph Schnabel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem schweren lateinischen Text, klappte der Vortrag mit Hilfe des großen Chores immer besser. Tadellos dann die Darbietung der Lieder "Das Alte ist vergangen", "Stern über Bethlehem", "Ihr Hirten erwacht" und "Kinder, Kinder". Bei "Ihr Hirten erwacht" sang Hannes Rombach ein hervorragendes Solo. Peter Boland und Gerald Lauby lobten die Kinder und übergaben ihnen einen Gutschein als Anerkennung.

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Danach folgte der klassische Teil mit dem Männergesangsverein. Im Anschluss an den "Festgesang" von Christian Siegler wurden noch drei Sänger geehrt. Seit 15 Jahren singen Helmut Zähringer und Alfons Winterhalter im Oberrieder Chor und durften für ihre Treue neben der Vereinsnadel auch ein Weingeschenk in Empfang nehmen. Gerald Lauby würdigte ihre Verdienste für den Verein. Für den Vorstand des Sängerbundes würdigte Gebhard Imhof in seinen alemannischen Versen die Leistungen von Friedbert Jörger für 25 Jahre Sängertätigkeit. Er überreichte ihm eine Ehrennadel mit Urkunde. Gerald Lauby würdigte Jörger als verlässlichen "Vereinswirt".

Dirigent zeigt gutes Händchen bei der Liedauswahl

Im weiteren Verlauf entführte der Männergesangsverein seine Zuhörer in das 19. Jahrhundert, nach Wien, wo der Komponist Franz Schubert das Lied "Die Nacht" zum ersten Mal in einer Schubertiade aufführte. Der Begriff Schubertiade umschreibt die vielbeachtete Hauskonzerte, bei denen einst Franz Schubert Klavier spielte und ein Bartiton seine Lieder sang. Den ersten Teil des Konzertes beendete Gerald Lauby mit dem "Wolgalied" von Franz Lehár. Der tosende Beifall bewies, dass es dem Publikum gefallen hat.

Nach der Pause brachte der Jugendchor "sing it" Liebeslieder aus verschiedenen Jahrzehnten zu Gehör. Bei "Sunny" von Bobby Hebb spielte Jenny Gremmelspacher ein Querflötensolo. In "All I have to do is dream" von den "Everly Brothers" sang der Chor zweistimmig. In "Lemontree" von "Fouls Garden" stach Jan Andris mit einem Saxophon-Solo heraus. Das Publikum war begeistert. Die Zugabe "We are the World" von Michael Jackson und Lionel Richie beschloss den Auftritt. Auch der Jugendchor bekam von Gerald Lauby großes Lob und obendrein einen Gutschein.

Ausgesprochen unterhaltsam wiederum der Konzertpart der "Ohrwürmer". Karsten Voss warf die "Sorgen in die Tonne" und frech und spritzig war die "Pharmalobby" mit Ratschlägen vertreten unterm Motto: "Aber sonst gesund". Bei dem Swingstück "Bei mir bist du schön" kam die komödiantische Seite der "Ohrwürmer" zum Vorschein. Gerald Lauby mimte den Bauern, der eine Frau sucht (Ähnlichkeiten zur gleichnamigen RTL-Fernsehserie sind gewollt) und fand in Anne Weh eine ideale Duett-Partnerin. Haben die Sänger der "Ohrwürmer" einmal Probleme mit ihren Frauen, dann trösten sie sich mit dem Song "Don’t worry, be happy" darüber hinweg. Hier gab Joachim Hölderlin – als Hippie verkleidet – sein Bestes.

Zum Abschluss des Programms sang der Männergesangsverein aus dem Repertoire der "Comedian Harmonists", die Ende der zwanziger Jahre als die "Beatles der Weimarer Republik" eine Weltkarriere starteten, die Gassenhauer "Ein Freund, ein guter Freund", "Mein kleiner grüner Kaktus" und "Sing mit mir" von Milton Ager. Das Publikum genoss die Darbietungen und geizte nicht mit anhaltendem Beifall.

Michael Weh, der Dirigent des Männergesangvereins, hatte wieder ein sehr gutes Händchen bei der Auswahl der Lieder. Die Begeisterung von allen Sängern sprang auf das Publikum über, die Moderation von Peter Boland war unterhaltsam und witzig. Alle Chöre wurden am Klavier von Barbara Schwab bekleidet. Rundum ein gelungener Abend.

Autor: Barbara Odrich-Rees