Startschuss für den Ursulinenhof im nächsten Jahr

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Fr, 18. November 2016

Oberried

Bei der Bürgerversammlung in Oberried gibt Bürgermeister Klaus Vosberg einen Abriss über aktuelle und anstehende Großprojekte.

OBERRIED. Die Gemeinde Oberried hat sich viel vorgenommen. Das machte der Ausblick von Bürgermeister Klaus Vosberg auf das kommende Jahr deutlich. Schon für das laufende Jahr kann sich die Bilanz sehen lassen. In der Bürgerversammlung in der Klosterschiire informierte die Verwaltung über wichtige Vorhaben, die zusammen mit dem Gemeinderat teilweise schon auf den Weg gebracht worden sind.

An erster Stelle der Bauprojekte nannte Vosberg die Fertigstellung des Bürgerhauses in Hofsgrund, wo mit einem Aufwand von etwa 1,4 Millionen Euro ein Projekt beendet werden konnte, bei dem zwar nicht alles glatt gelaufen sei, aber auf das man nun stolz sein könne. Für die Teilsanierung Erlenbachstraße seien rund 120 000 Euro aufgewendet worden, und der Umbau der Schule Zastler in Wohnraum für 14 Personen und die Erweiterung des Kindergartens um zusätzliche Gruppenräume wurde begonnen.

Für 2017 stünden weitere Großprojekte an, er verwies auf den Baubeginn der Abwasserleitung Goldmatte, den Startschuss für das Mehrgenerationen-Bauprojekt im Ursulinenhof und die Sanierung und Gestaltung des Außenbereichs um das Bürgerhaus Hofsgrund. Als kommunalpolitische Aufgaben zählte er die Klärung der Voraussetzungen für die Realisierung der Windkraft auf dem Hundsrücken, an der die Gemeinde festhalten will, die Ausweisung eines neuen Baugebiets und die Erarbeitung eines innovativen LED-Beleuchtungskonzepts für den Ortsteil Oberried auf. Weiterhin sei ein Konzept für die Besucherlenkung im Gebiet Stollenbach/Erlenbach geplant.

Breiten Raum nahm danach der aktuellen Stand der Entwicklung auf dem Ursulinengelände und dabei insbesondere der Aktivitäten der Wohnbaugenossenschaft WGU ein. WGU-Koordinator Daniel Schneider hob hervor, dass das von der Gemeinde als Bauherr und der Bürgergemeinschaft Oberried (BGO) konzeptionell verantwortete Projekt Mehrgenerationenhaus und die von der WGU geplante Mietwohnbebauung als Einheit zu sehen seien, die den Ortskern enorm aufwerte. Alle Akteure zögen dabei an einem Strang. Neu und in dem Umfang beispielhaft sei die Realisierung dieser Vorhaben in Bürgerhand ohne private kommerzielle Interessen. Sinnfällig demonstrierte diese Geschlossenheit Franz-Josef Winterhalter als Vorsitzender der BGO, indem er sowohl privat als auch für die BGO eine Mitgliedschaft bei der WGU unterschrieb, was der Vorstand der WGU ebenso umgekehrt vollziehen wird. "Wir wollen damit signalisieren, dass wir gegenseitig mit allen Kräften füreinander da sind und gemeinsam das gesamte Projekt – die Mehrgenerationenhäuser sowie die Genossenschaftsgebäude – unterstützen und voranbringen wollen", kommentierte Schneider.

Die Versammlung verlief in Gänze harmonisch ohne Kontroversen. Nachfragen wurden nur in der Sache gestellt. Die Projekte sind bei den Bürgerinnen und Bürgern in Oberried so gut wie unumstritten und fest verankert.