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06. Oktober 2011

Witzige Szenen, schlagfertige Akteure

Viel Applaus für turbulentes Theaterstück "Dummheit schützt vor Liebe nicht" in Oberried.

  1. Turbulent ging es zu beim Dreiakter „Dummheit schützt vor Liebe nicht“. Für die Akteure Susanne Thoma, Markus Schonhart, Gerlinde Lorenz, Werner Winterhalter, Monika Wiesler, Herbert Wiesler, Simone Rees (etwas verdeckt), Carmen Müller und Claudia Lautenschläger (von links) gab es viel Applaus. Foto: BARBARA Odrich-Rees

OBERRIED. Viel Szenenapplaus und lange anhaltenden Beifall gab es bei der Alemannischen Woche in Oberried für das Theaterstück der Trachtengruppe. Dummheit schützt vor Liebe nicht", so der Titel der turbulenten Komödie in drei Akten von Siegfried Burger, überzeugte das Publikum in der Goldberghalle nicht nur mit einer witzigen Handlung, sondern vor allem durch blendend aufgelegte Schauspieler.

Es könnt alles so einfach sein, ist es aber nicht. Manches haut die Bewohner auf dem Bauernhof gar aus den Latschen. Das blickt Gustav (gespielt von Werner Winterhalter) zum Glück nicht so genau. Er hat ein sonniges Gemüt, ist ansonsten allerdings nicht gerade helle. Seit er vor 20 Jahren von einem Baum gefallen ist, ist er geistig nicht mehr auf der Höhe. Damit hat sich die Großfamilie auf dem Bauernhof arrangiert. Doch als Gustavs Vater eines Tages stirbt und sein letzter Wille ausgerechnet den "Depp" der Familie begünstigt, liegen die Nerven blank – nur Gustav peilt nichts. Mit dem Testament platzt der Traum vom besseren Leben für Bruder Alfons (Herbert Wiesler) und dessen herrschsüchtige Frau Agnes (Simone Rees). Gustavs besondere Rechte auf dem Hof gelten allerdings nur, solange er ledig ist. Agnes, ziemlich durchtrieben, beschließt: Gustav muss unter die Haube. Susi (Susanne Thoma), die Tochter des Hauses und deren Freund Benny (Markus Schonhart) erteilen Aufklärungsunterricht. Frau Großmaul (Gerlinde Lorenz), mannstolle Dreifachwitwe, könnte die Lösung des Problems sein. Was sie nicht weiß, aber die Sache noch komplizierter macht: Zeitungsfrau Rosa (Carmen Müller) ist heimlich in Gustav verschossen und wittert ihre Chance. Nach einigen Verwicklungen und komischen Missverständnissen kommt alles anders.

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Die Schauspieler spielten ihre Rollen mit Wonne und Herzblut. Die Lachmuskeln wurden sehr strapaziert. Die Zuschauer zollten den Akteuren sehr viel Applaus. Zum Schluss dankte Werner Winterhalter allen Helfern, vor allem Monika Wiesler als Souffleuse, Claudia Lautenschläger für die Maske und Carmen Müller für die Regie. Er versprach weitere Theaterstücke.

Autor: bor