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10. Februar 2012

Betriebs-Kita bald fertig

Landratsamt, Burda und Kinderzentren Kunterbunt arbeiten bei der Kinderbetreuung zusammen.

  1. Der Richtbaum bekrönt den Rohbau der neuen Betriebs-Kita, die ab Mai ihren Betrieb aufnehmen soll. Foto: Gertrude Siefke

  2. Richtfest für eine gute Kinderbetreuung (von links): Zimmermann Alexander Engler, Bürgermeister Christoph Jopen, Burda-Personalchef Kai Burr, Bauherr Holger Eckstein, Landrat Frank Scherer, Kerstin Hippler vom Kinderzentrum, Architekt Tim Krämer, Reinhold Haas von Burda sowie Zimmermann Daniel Bigott. Foto: Gertrude Siefke

OFFENBURG. Mit Glühwein statt mit Sekt ist am Mittwochnachmittag auf den Baufortschritt des gemeinsamen Kindertagesstätte von Hubert Burda Media und dem Landratsamt angestoßen worden: Bei Minusgraden wurde Richtfest gefeiert. Die Baukosten von rund 1,2 Millionen Euro übernimmt der gemeinnützige Kinderzentren Kunterbunt. Die Betriebskosten für die Kindertagesstätte werden durch Förderbeiträge der Stadt, Elternbeiträge sowie Arbeitgeberzuschüsse finanziert.

Burda liege viel daran, sich für Chancengleichheit und Gleichberechtigung einzusetzen, erklärte Holger Eckstein, Finanzvorstand des Burda-Konzerns, der den Baugrund zur Verfügung stellt. Die Kita ermögliche es vor allem Frauen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen – denn noch seien es vorzugsweise die weiblichen Mitarbeiter, die beide Aufgaben zu leisten hätten. Der Kindergarten soll qualitativ wertvolle Arbeit leisten. Wie auch Personaldirektor Kai Burr hervorhob, zeichnet sich der Kindergarten durch variabel buchbare Betreuungsmöglichkeiten für Kinder ab drei Monaten bis zur Einschulung aus; die Öffnungszeiten sind auch in den Schulferien durchgängig montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr.

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Die neue Kindertagesstätte in Offenburg wird Platz für 50 Kinder bieten, 47 Anmeldungen liegen bereits vor. Die Kapazität reicht für drei Krippengruppen mit je zehn Mädchen und Jungen sowie einer Kindergartengruppe für 20 Kinder. Alle vier Gruppen werden voraussichtlich von einer Erzieherin und einem Kinderpfleger betreut. In dem Gebäude wird es vier Gruppenräume geben, zwei Schlafräume und einen zusätzlichen Ruhebereich, Sanitärräume, einen Mehrzweckraum, Garderobe, Küche, einen Personal- und Hauswirtschaftsraum sowie einen Garten mit kindgerechtem Spielgeräten. Landrat Frank Scherer ging auf bereits bestehende Kooperationen zwischen dem Landratsamt und Burda ein, sei es auf dem Gebiet der Energie oder der Kinderbetreuung in den Ferien. Zwei der größten Arbeitgeber in der Ortenau seien mit diesem Gemeinschaftsprojekt "auf dem richtigen Weg", betonte der Landrat. Er dankte der Stadt, die sich an den Betriebskosten beteiligen wird, ebenso wie dem Regierungspräsidium, das einen sechsstelligen Zuschuss beisteuerte. Auch der Kreistag beteilige sich an den Betriebskosten. Um auch in Zukunft Fachkräfte in der Ortenau zu akquirieren, müssten enorme Anstrengungen unternommen werden. Er freue sich, wenn er von seinem Arbeitsplatz aus Kindergebrüll höre. Noch schöner werde es sein, wenn der Lärm der Kinder nicht mehr vom Krach der Güterzüge übertönt werde.

Die Zusammenarbeit eines privaten und eines öffentlichen Unternehmens wertete Bürgermeister Christoph Jopen als "richtigen Zukunftsschritt". Sollten Plätze frei bleiben, könnten sie der Allgemeinheit angeboten werden, stellte Jopen in Aussicht. Zurzeit gibt es bereits eine Übergangseinrichtung in der alten Druckerei. Die Kinder sollen Anfang Mai ihr neues Domizil beziehen können.

Autor: Gertrude Siefke