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13. Oktober 2017 15:53 Uhr

Offenburg

Tanzende Stiefel in McDonalds-Spot kommen aus Offenburg

Im aktuellen Werbespot einer Fastfood-Kette spielt ein Paar Stiefel die Hauptrolle. Sie kommen aus Offenburg. Schuhmacher Udo Meier hat sie umgearbeitet.

  1. Udo Meier mit dem Stiefelmodell, das er für den Werbespott des Burger-Brutzlers umgearbeitet hat. Foto: Heidi Ast

88 Jahre hat Schuh-Meier in der Offenburger Gerberstraße 13 inzwischen unter dem Absatz. Udo Meiers Herz, der in der dritten Generation den Laden führt, gehörte schon immer den Cowboystiefeln. Im Schuhgeschäft, dass Emil Maier 1929 eröffnete, findet sich heute eine große Auswahl Boots, von klassisch bis "bunter Mexikaner". Und das weckte die Aufmerksamkeit einer Berliner Werbeagentur.

Mitte August flatterte, zwar nicht per Pony-Express, aber per E-Mail eine Anfrage nach gelben Cowboystiefeln bei Meier in den virtuellen Postkasten. Aus der ersten E-Mail wurden viele, und die Anfrage zu einem Projekt entwickelte sich.

Einen ausschließlich gelben Stiefel gab es nicht, aber so langsam wurde immer klarer, dass es sich bei dem Auftraggeber um den bekannten Burger-Brater mit dem großen gelben Bogenlogo handelt. Ein Motivstiefel sollte es schließlich werden.



Meier kam der Sache näher und schnitt einige Lederbögen aus, bis die passende Größe für das bekannte Logo dabei war. Dann mussten Gurken-, Ketchupflaschen-, Spareribs- und Zwiebelformen aus Leder zugeschnitten und stylisch an den Stiefel genäht werden. Unterstützt wurde Udo Meier dabei von seinem Mitarbeiter Robert Schraffenberg, der die richtige Nähmaschine für den nun entstehenden ledrigen McRib mit Sohle, Schaft und Schuhspitze hatte. Zwei Sonntage saßen die beiden an einem Paar Cowboyboots, Größe 44. Was dabei heraus kam, tanzt jetzt in Cowboymanier zum Stück "Cotton Eye Joe" durch den aktuellen Werbespot für die Boulette im Klappbrötchen.

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Für den Schuhmacher aus der Offenburger Gerberstraße eine unerwartete Herausforderung, die er mit der ihm eigenen Findigkeit gemeistert hat.

Wer Udo Meier kennt, weiß das ihm der "Starruhm" nicht zu Kopf gestiegen ist und er auch weiterhin dafür sorgt, dass seine Kunden mit seinen Stieflen laufen können, soweit die Füße tragen.

Autor: Heidi Ast