Einer Baustelle folgt die nächste

Hubert Röderer

Von Hubert Röderer

Di, 15. Januar 2019

Offenburg

Bauarbeiten auf dem östlichen Teil des "Tausendfüßlers" dauern noch bis etwa Anfang Mai / Schon bald starten weitere Arbeiten.

OFFENBURG. Autofahrer brauchen rund um Offenburg seit Jahren viel Geduld: Kaum dass Bauarbeiten irgendwo beendet sind, gehen sie andernorts los. Seit einigen Monaten gerät der Verkehr rund um die "Norma"-Brücke und den "Tausendfüßler" – die beiden Brücken am Westrand der Messe, entlang der B 3 – öfters mal ins Stocken. Die Sanierung soll noch bis Ende April/Anfang Mai dauern. Ende 2019 geht es auf der B 3 südlich davon weiter, und 2020 folgt der Ausbau des westlichen "Tausendfüßlers". Und irgendwann kommt ja auch noch der Zubringer Offenburg-Süd.

Wer Offenburg zuletzt auf der Straße anfuhr oder passierte, musste nicht selten deutlich mehr Zeit einplanen als gewohnt. Man denke nur an die Zeit des Autobahnausbaus. Man denke des weiteren auch an die Bauarbeiten im vorderen Kinzigtal, wo die Bundesstraße 33 zumindest mal bis Gengenbach-Nord/Berghaupten auf jeweils zwei Spuren ausgebaut wurde. Autofahrer, Lkw-Fahrer, Motorradfahrer, Mopedfahrer: Sie alle waren 2016 betroffen, als die B 3 zwischen Oberschopfheim und Offenburg abschnittweise saniert wurde. Vielen Verkehrsteilnehmern blieb oft nur der Umweg über das Ried oder über Zunsweier. Dumm aber auch, dass zeitweise auch an der dortigen Ortsdurchfahrt herumgebuddelt wurde und man durch schmale Gassen nach Süd und Nord gelotst wurde.

Seit gut acht Monaten kommen schon wieder die B-3-Nutzer in den Genuss von Bauarbeiten und Verkehrsbehinderungen: Zunächst, ab Mai 2018, ging es an die Sanierung der sogenannten "Norma"-Brücke (auf Höhe von Albersbösch), seit Juli sind die Straßenbauarbeiter auf dem östlichen Teil des "Tausendfüßlers" zugange, der langgestreckten Brücke mit ihren vielen Stützpfeilern ("Füße") am Westrand des Messegeländes. Beide Brücken wurden und werden bis auf die Betonplatten erneuert – "neue Abdichtung, neuer Belag, neue Kappen, neue Geländer, neue Entwässerungseinrichtungen, sonstige Betoninstandsetzungen", wie Matthias Henrich vom zuständigen Regierungspräsidium Freiburg auf Anfrage mitteilte. Zudem: "Die Lärmschutzwand wird abgebrochen und durch eine neue ersetzt, die Asphaltfahrbahn wird überwiegend komplett erneuert." Auch die Lärmschutzwand entlang des – seit Monaten gesperrten – Auffahrtsastes vom Südring auf die B 3 in Richtung Norden sowie die zugehörigen Straßenbauarbeiten zählen zum Projekt. Gesamtkosten: rund drei Millionen Euro. Wobei allein die Lärmschutzwand 250 000 Euro ausmacht.

Laut Henrich sollen die Arbeiten noch bis zur Monatswende April/Mai dauern. Kritik an einer personell häufig zu dünn besetzten Baustelle weist die Behörde zurück: "Die Maßnahmen befinden sich im Zeitplan." Lediglich aufgrund der Weihnachtsferien sei hie und da auf der Baustelle weniger Betrieb gewesen. Sind die Arbeiter dann im Frühjahr abgezogen, herrscht zunächst einmal Bauruhe, wenn auch nur für kurze Zeit: Bereits Ende 2019 geht’s auf der B 3 südlich des "Tausendfüßlers" mit den Brücken über den Südring weiter, bis zum bereits fertiggestellten Sanierungsabschnitt.

Die Arbeiten sollen im dritten Quartal 2020 fertig sein. Zu guter Letzt steht dann noch der westliche Teil des "Tausendfüßlers" (Fahrtrichtung Süd) an. Dieser befindet sich laut Henrich noch in Planung, mit dem Baubeginn sei "frühestens ab 2022" zu rechnen.

Derweil kam aktuell ganz in der Nähe eine neue Baustelle hinzu: Die Deutsche Bahn AG saniert die Unterführung in der Platanenallee, die gesperrt wurde. Die Arbeiten dauern bis zu den Sommerferien. Für Autofahrer wird eine Umleitung über den Südring und die Schutterwälder Straße ausgeschildert. Radfahrer und Fußgänger werden über die östlich gelegene Unterführung umgeleitet.