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13. Juni 2009

Eintauchen in die dritte Kino-Dimension

Forum jetzt einer der wenigen deutschen Standorte mit digitaler Kinotechnik / Premiere am 1. Juli

  1. Jan Marc Maier mit 3D-Brille und Plakat der 3D-Premiere: In der Nacht auf 1. Juli gibt es Ice Age 3 im Forum 2. Foto: Helmut Seller

OFFENBURG. Nicht nur vor der Leinwand sitzen, sondern mitten im Film – das macht künftig in Saal 2 des Forum-Kinos die digitale Kinotechnik möglich. Rund 70 000 Euro investiert Betreiber Jan-Marc Maier in die Anlage, mit der über Satellit künftig nicht nur Live-Übertragungen von Rock-Konzerten, Veranstaltungen der Metropolitan Opera in New York oder auch bedeutsame Vorträge gezeigt werden können, sondern vor allem auch dreidimensionale Kinofilme. Bild- und Tonqualität sind berauschend, die Aufnahmen gestochen scharf und farblich brillant: "Man hat das Gefühl, man sitzt mittendrin, alles wirkt total plastisch", beschreibt Maier das neue Kinoerlebnis. Mit den bislang bekannten 3D-Produktionen könne die neue Technik nicht mehr verglichen werden, auch die für den Raumgenuss notwendigen 3D-Brillen wurden verbessert und komfortabler. Wer eintauchen will in die dritte Dimension, der hat dazu erstmals in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli die Gelegenheit. Um Mitternacht ist das Offenburger Forum bei der Premiere des 3D-Streifens "Ice Age 3" dabei. Auf die üblichen Preise ist für 3D-Streifen ein Aufschlag von 2,40 Euro fällig.

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Laut Jan Marc Maier bietet das digitale Kino für die Branche große Chancen, zumal die aufwändigen Filmkopien wegfallen und Vertrieb sowie Vorführung günstiger und einfacher werden. Auch seien Raubkopien bei 3D-Filmen kein Thema mehr. Nicht zuletzt beschert die dritte Dimension den Kinos wieder einen Vorsprung: "Wir können wieder etwas anbieten, was es sonst nirgends gibt."

Der Haken an der Sache ist nach wie vor der Preis der Projektoren, die eigentlich überdimensionale Beamer sind. Maier setzt deshalb auch darauf, dass er Zuschüsse von Filmverleihen bekommt, wenn er verstärkt digitale Produktionen zeigt. In den USA verfügen bereits mehr als 1000 Kinos über die digitale 3D-Technologie, zudem setzt die Filmindustrie verstärkt auf digitale Produktionen: "Hollywood gibt da richtig Gas", sagt Maier. Bei der jüngsten Kino-Fachmesse in Las Vegas wurde bekannt, dass derzeit 45 Hollywood-Streifen in 3D-Qualität hergestellt werden – davon allein 17 in den Disney-Studios. In Deutschland hält sich die 3D-Lust noch in Grenzen. Erst rund 40 Kinos haben bundesweit das Zeitalter der Digitalisierung eingeläutet. Neben Karlsruhe und Stuttgart gehört jetzt auch Offenburg dazu.

Autor: hsl