Offenburg

Feuerwehrleute werden für Einsätze besser entschädigt

Helmut Seller

Von Helmut Seller

Di, 12. Februar 2019 um 15:49 Uhr

Offenburg

13 statt zuletzt zehn Euro bekommen ehrenamtliche Feuerwehrleute in Offenburg künftig als Aufwandsentschädigung pro angefangener Einsatzstunde. Die letzte Erhöhung liegt schon 13 Jahre zurück.

Neue Rechner, neue Software, neue Telefonanlage und ein neuer Ruheraum für den 24-Stunden-Dienst: Die Einsatzzentrale der Feuerwehr Offenburg wird nach gut 20 Jahren für rund 194 000 Euro generalüberholt. Nach Abzug von Zuschüssen bleiben dafür an der Stadt rund 164 000 Euro hängen. Die Einsatzzentrale am Kestendamm dient der internen Organisation der Feuerwehr. Bei größeren Einsatzlagen wie etwa 2017 dem Brand der städtischen Wohnungslosenunterkunft in der Rheinstraße, dient sie auch als Treffpunkt für Besprechungen der beteiligten Einsatzkräfte und Behördenvertreter. Der Haupt- und Bauausschuss hat der Erneuerung am Montagabend ohne Diskussion und einhellig zugestimmt.

60 000 Euro Mehrkosten für Stadt

Zudem gibt es künftig höhere Entschädigungen für die ehrenamtlich aktiven Feuerwehrleute in Offenburg. Laut Erwin Drixler, Fachbereichsleiter Bauservice und auch für die Feuerwehr zuständig, steigt zum Beispiel die Aufwandsentschädigung bei Einsätzen von zehn auf 13 Euro je angefangener Stunde zwischen Alarmierung und Einsatzende. Damit gibt es erstmals nach 13 Jahren eine Erhöhung. Basis sei die Mustersatzung des Landes, auf die man lange gewartet habe. Auch andere Aufwandsentschädigungen wurden angepasst.

Insgesamt muss die Stadt künftig rund 61 000 Euro mehr pro Jahr aufbringen. Im Jahr 2017 wurden für 13 149 Einsatzstunden rund 131 489 Euro bezahlt. Der Ausschuss stimmte der Änderung der "Feuerwehrentschädigungssatzung" einhellig zu.

SPD-Stadträtin Martina Bregler regte an, die Aufwandsentschädigungen künftig kontinuierlich anzupassen und nicht wieder 13 Jahre zu warten.