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27. Januar 2016

Frachtschiff zerbricht und sinkt

Beim Beladen mit Stahlschrott durch einen Brückenkran im Kehler Hafen kommt es zur Havarie / Hafenanleger ist blockiert.

  1. Warum das Lastschiff zerbrochen ist, ist noch unklar. Die Wasserschutzpolizei Kehl ermittelt. Foto: Julia Trauden /Stadt Kehl

  2. Taue sichern den Havaristen vor dem Umkippen im Hafenbecken. Foto: Julia Trauden

KEHL. Großeinsatz der Kehler und Straßburger Feuerwehr, der Polizei und des Technischen Hilfswerks im Kehler Hafen: Als Dienstagmittag, kurz vor 12 Uhr, mit Hilfe eines Brückenkrans Schrott auf einen Frachter im Hafenbecken geladen wird, bricht dieser in der Mitte auseinander und sinkt anschließend auf den Grund des Hafenbeckens. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Mehr als 1000 Tonnen Gewicht kann der 85 Meter lange und 8,5 Meter breite Frachter eigentlich tragen, der unter der Last des Schrotts auseinander gebrochen ist. Das Lastschiff gehört nach Auskunft der Pressestelle der Stadt Kehl einer Firma aus Neckargmünd und fährt unter deutscher Flagge. Die Gründe für den Unfall sind bisher laut Polizeibericht noch nicht bekannt. Die Wasserschutzpolizei Kehl hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen

Die Feuerwehren aus Kehl und Straßburg, die jeweils mit 15 Mann im Einsatz waren, sowie Einsatzkräfte der Rheinauer Feuerwehr sicherten das Gewässer mit drei Ölsperren ab, so dass aus den Schiffstanks auslaufendes Öl sich nicht weiter ausbreiten konnte. Taucher der Kehler und der Straßburger Feuerwehr bewahrten das Schiff auf dem Grund des Hafenbeckens mit Tauen vor dem Umkippen und dichteten die Belüftungslöcher der Tanks ab, aus denen nach der Havarie Öl ins Wasser lief.

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Das Öl wurde, so der Plan der Rettungskräfte, noch am Dienstagabend aus dem Wasser und den Tanks abgepumpt.

Der Anleger im Kehler Rheinhafen ist vorerst blockiert, heißt es von der Pressestelle der Stadt Kehl auf Anrage. Mit schwimmenden Bergegeräten soll der Frachter in den kommenden Wochen geborgen werden. Das Hafenbecken ist derzeit gesperrt. "Wir hoffen aber, dass wir es so schnell wie möglich zumindest halbseitig wieder freigeben können", sagte Einsatzleiter Roland Walter von der Kehler Feuerwehr.

30 Mann von der Kehler und der Straßburger Feuerwehr sicherten zunächst die Unfallstelle bis in die späten Abendstunden gemeinsam mit der Polizei und dem Technischen Hilfswerk. Auch das Feuerlöschboot Europa 1 und ein Polizeiboot kamen zum Einsatz.

Autor: Julia Trauden