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17. Juni 2017

Fünf Tage lang konzentriert in die Kunst vertieft

Kunstschule Offenburg hat das "Kunstcamp" mit 25 Teilnehmern aus Baden-Württemberg ausgerichtet.

  1. „Inszenierte Körper“ lautet das Thema im Kunstcamp Foto: Kunstschule

OFFENBURG (BZ). 25 junge Leute aus ganz Baden-Württemberg, im Alter von 16 bis 23 Jahren, folgten in der letzten Pfingstferienwoche einer Einladung der Kunstschule Offenburg, der Karl-Schlecht-Stiftung, der Landesarbeitsgemeinschaft der Kunstschulen und des Landes Baden-Württemberg, sich für fünf Tage unter fachlicher Begleitung mit Gleichgesinnten zu treffen. Dieses Treffen trägt den Namen "Kunst Camp" und wird einmal jährlich von einer der Kunstschulen Baden-Württembergs ausgerichtet. Jede der Kunstschulen von Baden-Württemberg kann dazu einen oder zwei ihrer Teilnehmer auswählen-

In diesem Jahr hat die Kunstschule Offenburg das Konzept geschrieben und ihre Ateliers für die möglicherweise nächste Künstlergeneration geöffnet. Das vom Projektleiter Heinrich Bröckelmann entwickelte künstlerische Wochenthema lautete "Inszenierte Körper". Zu deren künstlerischen Beantwortung konnten sich die Jugendlichen die Bereiche Fotografie, Skulptur und textile Objektkunst aussuchen, die unter der fachlichen Leitung von jungen Künstlern standen, die früher selbst einmal Besucher der Kunstschule Offenburg waren und es geschafft haben, nach einem erfolgreichem Studium sich eine künstlerische Existenz aufzubauen.

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So stand der Bereich Skulptur der Leitung Bildhauers Künstlers Heiko Räppel, der nach seinem Vorstudium an der Kunstschule Offenburg und einem Kunststudium an den Akademien Düsseldorf und Amsterdam heute in Düsseldorf arbeitet. Bemerkenswert für ihr war, dass sich seine Rolle sehr schnell vom Workshopleiter hin zum Berater verschob. Das bestätigen auch die freischaffende Fotografin Tanja Truöl aus Denzlingen und die Objektkünstlerin Dorothee Haller aus Straßburg, die weitere Ateliergruppen leiteten: "Die Motivation und Kreativität, mit der die Jugendlichen hier eingestiegen sind ist phänomenal, und täglich fast neun Stunden in den Künsten konzentriert zu sein, ist schon sehr ungewöhnlich – gerade für diese Altersgruppe."

Emma (16) die seit ihrem fünften Lebensjahr die Offenburger Kunstschule besucht, hatte bereits 2016 am Kunstcamp in Nürtingen teilgenommen. Sie findet es "einfach toll so zusammen zu arbeiten, neue Freundschaften schließen und vor allem, viel Zeit zu haben, etwas künstlerisch zu entwickeln." Marlon (18) der aus Stuttgart angereist ist und dort eine Jugendkunstschule besucht, ist auch zum zweiten Mal dabei: "Es ist einfach genial, vier Tage dauerhaft ein Atelier nutzen zu können und Abend alles stehen und liegen lassen zu können, um am nächsten Tag da weiter zu machen, wo man aufgehört hat. Man kommt richtig weit".

Autor: bz