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10. Dezember 2009
"Guter Kompromiss verschiedener Nutzerinteressen"
DREI FRAGEN AN Ludwig Rico Fischer, Architekt des Parkhauses auf dem Feldberg, das jetzt von der Landesregierung grünes Licht hat.
OFFENBURG. Für den Offenburger Architekten Ludwig-Rico Fischer ist die Entscheidung der Landesregierung, das von ihm für die Gemeinde Feldberg geplante Parkhaus auf dem Feldberg nun doch mit drei Millionen Euro zu fördern, das schönste Weihnachtsgeschenk. Ralf Burgmaier hat sich mit Fischer über die Konsequenzen der Stuttgarter Entscheidung und das von etlichen Umweltverbänden abgelehnte Projekt unterhalten.
BZ: Herr Fischer, Sie haben aus der BZ von der überraschenden Stuttgarter Kabinettsentscheidung erfahren. Was sagen Sie jetzt?Ludwig-Rico Fischer: Das ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk. Angesichts der Beschäftigungslage der Architektenbranche in der derzeitigen Wirtschaftskrise kommt das genau zur rechten Zeit. Wir stehen in den Startlöchern und warten nun die Entscheidung des Investors, der Firma Häussler in Stuttgart und der Betreiber ab.
BZ: Der Verkehrsclub Deutschland Südlicher Oberrhein ist entsetzt über die Förderung durch das Land und spricht vor dem Hintergrund des UN-Klimagipfels in Kopenhagen von einer fatalen Entscheidung gegen das Klima. Er ist der Meinung, dass die Landesregierung und die Gemeinde Feldberg das winterliche Parkproblem lieber mit Öffentlichem Personennahverkehr hätte lösen sollen. Was sagen Sie zu dieser Kritik?
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Fischer: Bei dem Andrang, der derzeit an sonnigen Wochenenden auf dem Seebuck herrscht und der aller Voraussicht nach in Zukunft noch wachsen wird, ist dieses Verkehrsaufkommen nicht durch irgendeine Lösung des ÖPNV zu bewältigen. Da schließe ich mich der Meinung des Bürgermeisters von Feldberg, Stefan Wirbser, an. Da wir nur einen Bruchteil der Fläche bebauen, die ohne das Parkhaus von parkenden Autos zugestellt wird, ist der gut in die Landschaft eingepasste Bau ein sinnvoller Beitrag zu der von allen angestrebten Renaturierung des Areals. Ich halte die Parkhausentscheidung für einen guten Kompromiss der verschiedenen Nutzerinteressen.
BZ: Wie geht es jetzt weiter?
Fischer: Die entsprechenden Planungsphasen, erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie Ausschreibungen dauern lange, so dass ich einen Baubeginn schon in diesem Frühjahr zwar für wünschenswert, aber nicht für realistisch halte. Anfang 2011 scheint mit da wesentlich wahrscheinlicher.
Autor: rab
