Land finanziert Stellen für zwei Jahre

bz, rab

Von BZ-Redaktion & Ralf Burgmaier

Di, 09. Januar 2018

Offenburg

Kommunen sollen Integrationsmanager einstellen / Offenburg hat zweite Stelle ausgeschrieben.

ORTENAU (bz, rab). Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager einstellen wollen, wissen nun, wie viel Geld ihnen die grün-schwarze Landesregierung dafür zur Verfügung stellen wird. Wie der Offenburger Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Marwein mitteilt, haben das Sozial- und Integrationsministerium sowie die Kommunalen Landesverbände sich auf die Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt. Das Land werde die Summe den Kommunen innerhalb von zwei Jahren für das Integrationsmanagement bereitstellen. Ob und wie es danach weitergeht, steht noch nicht fest.

Laut Marwein erhalten Achern, Gengenbach, Kappelrodeck, Kehl, Oberkirch, Offenburg, Ohlsbach, Ottenhöfen im Schwarzwald, Willstätt und Neuried in unterschiedlichen Höhen jeweils zwischen 52 541 Euro und 292 957 Euro zugesprochen. Dadurch könnten sie frei wählen, ob sie selbst Integrationsmanagerinnen beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen und gemeinsam einen Antrag stellen wollen. Die übrigen Gemeinden in den Wahlkreisen Offenburg und Kehl erhalten laut Marwein jeweils weniger als 51 000 Euro und müssten sich deshalb mit anderen Kommunen zusammenschließen, um diese festgelegte Mindestgrenze für einen erfolgreichen Antrag zu erreichen.

Die maximale Förderung erhält die Stadt Kehl. Die Bemessungsgrundlage sei die Anzahl der in Anschlussunterbringung zu versorgenden Geflüchteten, erklärt Michael Hattenbach, Fachbereichsleiter Soziales bei der Stadt Offenburg. Kehl habe besonders viele Flüchtlinge in Anschlussunterbringung, daher der Spitzenwert. Offenburg werde für die Dauer von zwei Jahren mindestens die Stellen von zwei Integrationsmanagern durch die Zuweisung des Landes finanzieren können. "Vielleicht reicht es auch noch für eine weitere halbe", hofft Hattenbach. Die genaue Summe kenne er noch nicht. Offenburg hat mit Sophia Stappler bereits eine Integrationsmanagerin mit unbefristetem Vertrag angestellt.

Der Gemeinderat hatte laut Hattenbach seine Zustimmung für die Stelle schon gegeben, bevor das Landesprogramm aufgelegt wurde. Jetzt könne man mindestens noch eine weitere Stelle ausschreiben, die sei allerdings auf zwei Jahre befristet. "Ich hoffe aber, dass das Land das Projekt nicht nur anschiebt und anschließend die Finanzierung den Kommunen überlässt", merkt Hattenbach an.