Mehr Geld für Pflegefamilien

Christine Storck-Haupt

Von Christine Storck-Haupt

Mi, 14. November 2018

Offenburg

Anerkennung für die Leistung.

OFFENBURG (tor). Sie springen auch kurzfristig ein, wenn Kinder nicht bei ihren Eltern bleiben können. Elf Bereitschaftspflegefamilien sind für das Jugendamt des Ortenaukreises zuständig, berichtete Andreas Linse, stellvertretender Amtsleiter und Chef des Bereichs Sozialarbeit vor dem Jugendhilfeausschuss. 274 Kinder wurden in den vergangenen zehn Jahren auf diesem Weg untergebracht. Jetzt sollen Berechnung und Pflegepauschalen auch als "Anerkennung" für das Engagement neu organisiert werden.

So sollen künftig etwa einheitliche Pflegesätze gelten, unabhängig davon, auf welcher Rechtsgrundlage die Kinder gebracht werden. Das monatliche Pflegegeld für Kinder von Null bis sechs Jahre soll auf 1746 Euro, für Sechs- bis Zwölfjährige bei 1816 Euro und für Zwölf- bis 18-Jährige bei 1900 Euro steigen. Zusätzlich sollen alle Familien eine monatliche Bereitschaftspflegepauschale von 160 Euro bekommen, auch wenn sie nicht belegt sind. Das Verfahren erhöhe die Transparenz, verringere den Verwaltungsaufwand und stelle die Familien finanziell besser, hieß es seitens der Verwaltung.

Neu geregelt werden soll auch die Unterstützung etwa für Bekleidung oder Schulmaterial. Der Kreis will künftig zusätzlich pauschal 25 Euro im Monat zahlen. Altersvorsorgebeiträge der Pflegeeltern sollen in Höhe von 114 Euro erstattet werden, unabhängig von einer Belegung des Platzes, sofern der Aufwand bei mindestens 228 Euro liegt. Außerdem soll den Familien ab dem 200. Kilometer eine Fahrtkostenpauschale von 0,30 Euro pro Kilometer erstattet werden.

Die Bereitschaftsfamilien sind für den Kommunalen Sozialen Dienst (KSD) wichtige Partner, betonte die Verwaltung. Für 2018 stehen die erforderlichen Mittel im Haushalt zur Verfügung. Für 2019 rechnet man mit einem Mehraufwand von rund 30 000 Euro. Dem stimmte der Ausschuss zu.