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22. Januar 2009 10:17 Uhr
Verwaltungsvorlage gekippt
Offenburg bewirbt sich um die Landesgartenschau
Nach Lahr steigt nun auch Offenburg ein ins Rennen um eine der Landesgartenschauen in den Jahren 2015 bis 2025. Der Planungsausschuss hat eine Absage der Verwaltung einstimmig gekippt und eine Bewerbung eingefordert.
Bei der Bewerbung um eine der Landesgartenschauen zwischen 2015 und 2025 ist Offenburg jetzt doch dabei. Entgegen dem Vorschlag der Verwaltung, von einer Bewerbung abzusehen, hat der Planungsausschuss heute das Gegenteil eingefordert – und das einstimmig und mit überaus deutlichen Worten an Baubürgermeister Dieter Eckert.
Den Stein ins Rollen brachte neben FDP-Mann Bauknecht (BZ vom 17. Januar) CDU-Stadtrat Reinhard Schemel mit einer Rede, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Er kritisierte insbesondere die Verwaltungsvorlage, in der einer Bewerbung Offenburgs wenig Chancen eingeräumt wurden. Die Verwaltung hatte als Fläche für eine Bewerbung das Mühlbach-Areal im Umfeld der stillgelegten Spinnerei favorisiert. Da das Gelände freilich nicht im Besitz der Stadt ist und nur innenstadtnahe Konzepte überhaupt eine Chance haben sollen, wurde empfohlen, von einer Bewerbung abzusehen. Reinhard Schemel sprach von einer "vom Umfang und vom Inhalt her dünnen Vorlage" und forderte in seiner Rede unmissverständlich: "Die vorliegenden Konzepte sind zu überarbeiten, nachzubessern, und unsere Bewerbung ist fristgerecht einzureichen." Die übrigen Fraktionen folgten dieser Forderung einhellig.
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Jetzt drängt die Zeit, denn die Bewerbungsfrist läuft am 30. April ab. Schemel stellte klar, dass Innenstadtnähe zwar von Vorteil sei, keinesfalls aber Bedingung für eine Bewerbung. Zudem frage man sich bei der CDU, wieso die Verwaltung erst jetzt mit diesem Argument komme. "Man könnte noch viel mehr an der Vorlage kritisieren", so Schemel. Doch es gelte nach vorne zu schauen: "Wir wollen, dass die Bewerbung zur Landesgartenschau ab 2015 aufrecht erhalten bleibt." Im Bereich des Bürgerparks werde sich die Bäderlandschaft grundlegend ändern – denkbar wäre, das Gifiz-Strandbad um die beiden Bäder zu erweitern. Aus Sicht der CDU sei aber auch das Gifiz-Areal vom Ostufer über Kinzig und Mühlbach bis hin zum Jugenddorf und zur Hochschule ein geeignetes Areal. Die Verwaltung müsse sich ab sofort intensiv um Nachbesserung der Bewerbungsunterlagen bemühen und OB Schreiner die Angelegenheit zur Chefsache machen: "Der Gemeinderat will die Bewerbung, und die Verwaltung kann die Voraussetzungen schaffen – wenn sie will." Damit gehen in der Ortenau zwei Kommunen ins Rennen: Bekanntlich wirft auch Lahr seinen Hut in den Ring. Schemel: "Wenn wir mit einer qualifizierten Bewerbung unterliegen, sind wir Sportsleute genug, um dem siegreichen Mitbewerber zu gratulieren.
- Lesen Sie auch den Kommentar: Die Schonzeit ist vorbei – Eckert und die Landesgartenschau
Autor: hsl
