Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

19. Januar 2010

Openair mit Smokie, Sweet und Slade

Legenden der Rockmusik geben im Juli ein Freiluft-Konzert auf dem Offenburger Flugplatz / 3000 bis 6000 Besucher erwartet.

  1. Ein Hauch von Woodstock: Rock am alten Flugplatz im Juli 1995. Foto: Heck

  2. Chris Norman war das bekanntestes Mitglied von „Smokie“. Foto: Markus Donner

OFFENBURG. Nach vielen Jahren der Funkstille steigt in diesem Jahr in Offenburg wieder ein richtiges Rock-Openair. Am Sonntag, 18. Juli, gastieren mit Slade, Smokie und Sweet auf dem Flugplatz wahre Legenden der Rockmusik. Die Veranstalter rechnen mit 3000 bis 6000 Fans – vor allem mit jung gebliebenen 40-ern, 50-ern und 60-ern. Das sind natürlich deutlich weniger als beim Super-Openair an Pfingsten 1976, als auf dem Messegelände 18 000 Leute gezählt wurden.

Es dürfte ein heißes Wochenende werden für Offenburg, jenes dritte im Juli. Zum einen ist der zweite Offenburg-Triathlon angesagt, zum anderen wieder mal ein Rock-Konzert unter freiem Himmel. Angesagt sind die Britisch-Rocker von Sweet, Slade und Smokie, jenen Bands, die vor allem in den 70-er und 80-er Jahren ihre größten Hits feierten, die üblichen Hitparaden stürmten und um die 100 Millionen Platten verkauft haben sollen.

Manche Titel sind zu wahren Ohrwürmern geworden und werden auch von heutigen Teenagern noch gerne geträllert – oft ohne wirklich zu wissen, dass diese Musik im Grunde uralt ist oder wer die geistigen Väter sind. Doch auch viele Ältere – 50-, 60-Jährige – summen die einschlägigen Melodien noch ab und an mit, mögen auch Titel und Texte entfallen sein. Möglich also, dass das anstehende Openair ein richtiges generationsübergreifendes Festival werden wird.

Werbung


Konzertveranstalter ist die Firma Point Event GmbH in Ludwigsburg. Geschäftsführer Ulf Steinecke ist vom Erfolg der Rock-Nacht in Offenburg überzeugt: "Das sind nach wie vor tolle Live-Bands, die noch immer 100-mal im Jahr auftreten" – meist Freitag, Samstag und Sonntag, ehe sie wieder in Richtung Insel verschwinden. Nicht anders ist es am dritten Juli-Wochenende: Freitag Offenbach, Samstag Schwyz in der Schweiz und eben am Sonntag Offenburg.

"Das sind nach wie vor tolle Live-Bands"

Das Konzert beginnt um 16 Uhr und soll bis etwa 23 Uhr dauern. Es sei recht leicht gewesen, das Trio zu gewinnen – alle drei werden von derselben Firma gemanagt. Bereits vor zwölf Monaten wurden sie gebucht. Im vergangenen Frühjahr begutachtete Steinecke die drei bei Live-Konzerten in Oberschwaben: "Das Paket passt echt gut."

Insgesamt werden 150 Menschen in irgendeiner Weise mit dem Festival beschäftigt sein, vom Gitteraufsteller über den Security-Mann bis zum Kartenabreißer. Steinecke kalkuliert mit "3000 bis 6000 Zuschauern". Der Eintrittspreis beträgt 39,50 Euro. Tickets gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder können auch übers Internet (http://www.reservix.de bestellt werden.

Ulf Steinecke hat mit dem Veranstaltungsort Offenburg schon mehrere ganz gute Erfahrungen gemacht. Er hat schon Reinhold Mesner und Rüdiger Nehberg hierher gebracht, aber auch schon die Openair-Oper "Nabucco", die "Zauberflöte für Kinder" und die Erotikmesse. Letztere hat er nicht mehr im Programm: "Irgendwann geht mal alles vorbei."

Offenburg als Openair-Stadt: Die Geschichte begann – das legendäre Woodstock-Festival war gerade sieben Jahre her – an Pfingsten 1976. Damals wollten erstaunliche 18 000 Leute Stars erleben wie Bob Marley und Ten Years After, Procol Harum und Wishbone Ash, Van der Graaf Generator und die Scorpions, Man und War. Erst knapp 20 Jahre später wurde wieder mal unter freiem Himmel gerockt: Das "Flugplatz-Openair" beim alten Flugplatz bot vor allem jungen, aufstrebenden Bands Gelegenheit, sich zu etablieren.

Ab 1995 präsentierten sich einige Jahre lang im Rahmen des "City Open air" vor dem Rathaus dann erneut Größen der Pop- und Rock-Szene. Immerhin traten America und Right Said Fred auf, Manfred Mann’s Earth Band und Hot Chocolade, die Prinzen und The Wailers, Jazzkantine und Jocelyn B. Smith.

Besonders verdient gemacht um jenes "City Open air" hat sich Marlon Grieshaber vom Kulturbüro. Um die Jahrtausendwende schlief das Innenstadt-Openair ein, ehe das Samba-Festival Freiluft-Atmosphäre versprühte. Aber auch das ist schon wieder Geschichte.

Openair Offenburg mit Sweet, Slade und Smokie, Sonntag, 18. Juli, 16 Uhr, Flugplatz. Karten unter http://www.reservix.de, E-Mail: info@point-event.eu

Autor: Hubert Röderer