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19. Juni 2017

Ortenau-Klinikum erweitert die neurochirurgische Versorgung

Vertiefte Kooperation: Experten der neurochirurgischen Praxis in Lahr sind ab Juli permanent auch im Klinikum Offenburg am Ebertplatz präsent.

  1. Die Neurochirurgen (v. l.) Sergiu Gaivas, Christian Smely und Pierre Kluge sind ab Juli täglich am Klinikum in Offenburg präsent. Foto: Ortenau-klinikum

OFFENBURG/LAHR. Das Ortenau Klinikum in Offenburg wird ab dem 1. Juli die neurochirurgische Versorgung ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Unfallchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg und der neurochirurgischen Praxis in Lahr weiter intensivieren. Ermöglicht wird die engere Kooperation durch eine Vereinbarung der von den Chefärzten Eike Mrosek und Christian Smely geleiteten Einrichtungen. Danach wird werktags ein Neurochirurg der neurochirurgischen Praxis in Lahr permanent am Standort Ebertplatz in Offenburg präsent sein, um als Ansprechpartner für neurochirurgische Patienten und für konsiliarische Aufgaben sowie operative Eingriffe inklusive neurochirurgischer Notfalleingriffe sofort zur Verfügung zu stehen. Zudem ist eine 24-stündige neurochirurgische Rufbereitschaft am Wochenende und nachts gewährleistet zur Versorgung von Schädel-Hirn-Traumen, Schwerverletzten und auch akuten Hirnblutungen. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Unfallchirurgie werden weiterhin Verletzungen der gesamten Wirbelsäule jeglichen Schweregrades durchgehend Tag und Nacht an sieben Tagen in der Woche versorgt.

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Für die Klinik für Unfallchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg wird dadurch laut einer Presseerklärung die notfallmäßige Versorgung von Schädel-Hirn-Verletzten Patienten und Schwerverletzten ("Polytraumen") entscheidend verbessert. Die Klinik kann dadurch die Aufgaben eines überregionalen Traumazentrums sicherstellen. Ebenso stehen die Neurochirurgen bei Fragestellungen in ihrem Fachgebiet auch für die Patienten der anderen Fachbereiche des Offenburger Klinikums schneller zu Verfügung. Dies betrifft sowohl Patienten mit degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle, Stenosen des Wirbelkanals, Instabilitäten) als auch Patienten mit Tumorerkrankungen des Gehirns oder der Wirbelsäule sowie Patienten mit sogenannter Hydrozephalus-Erkrankung. "Wir erwarten durch diese neue Stufe der Kooperation eine weitere Verbesserung der flächendeckenden, medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Ortenaukreis", so Mrosek und Smely. Beide Fachbereiche wollen die notwendigen Operationen im Bedarfsfall gemeinsam durchführen, um für die anvertrauten Patienten durch die Zusammenführung der jeweiligen Kompetenzen ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen.

Die neurochirurgische Praxis in Lahr macht seit dem Jahr 2000 jährlich rund 1000 elektive und Notfall-Operationen an den beiden Ortenau Kliniken in Lahr und in Offenburg. Rund 4000 Patienten werden jährlich ambulant in der KV-ärztlichen Praxis und konsiliarisch im Klinikverbund betreut. "Seit 17 Jahren besteht nun schon neben der Arbeit am Hauptstandort Lahr eine eingeführte gute Zusammenarbeit zwischen der neurochirurgischen Praxis in Lahr und dem Ortenau Klinikum in Offenburg", so Christian Smely. Die Neurochirurgen der Lahrer Praxis nehmen seither einmal wöchentlich elektive Operationen bei Patienten mit degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule am Ortenau Klinikum in Offenburg vor. Die stationäre Versorgung erfolgt über die Unfallchirurgische Klinik am Standort Ebertplatz. Auch Notfall-Eingriffe werden direkt in Offenburg vorgenommen. 2007 richtete die neurochirurgische Praxis in Lahr eine KV-ärztliche neurochirurgische Filialpraxis in Offenburg und in Achern ein, um den ambulanten Patienten einen weiten Anfahrtsweg nach Lahr zu ersparen.

Autor: bz