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28. Juni 2011

Prozess um Vergewaltigung eines Mannes

Fortsetzung im September.

OFFENBURG. Ein Mann vergewaltigt im Zuge eines Streits in demütigender Absicht einen Mann. Dieser Vorwurf von sexueller Nötigung mit vorsätzlicher Körperverletzung wurde jetzt vor dem Amtsgericht Offenburg verhandelt.

Laut Anklageschrift war ein 26-Jähriger in der Appenweirer Wohnung eines Freundes mit dessen Mitbewohner in heftigsten Streit geraten. Im Verlauf des Tatabends Anfang März dieses Jahres habe sich die Situation in der Wohnung in einem abgeschlossenen Zimmer derart zugespitzt, dass der Mitbewohner des Mieters massiv durch Bisse in die Geschlechtsteile und Quetschungen derselben drangsaliert und von seinem Peiniger zu Oralsex gezwungen worden sei. Im Verlauf des Geschehens fügte der erheblich alkoholisierte Angeklagte dem Mitbewohner des Freundes durch Würgen auch noch Blutergüsse am Hals zu. Der Kameruner selbst erlitt eine lebensbedrohliche Verletzung durch den Stich mit einer Gabel in seinen Hals. Der Mitbewohner konnte schließlich, nachdem der Peiniger von ihm abließ, durch das Badezimmerfenster der Wohnung fliehen. Beide Kontrahenten mussten ärztlich behandelt werden.

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Der Angeklagte macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch

Der Angeklagte machte Gebrauch von seinem Recht, die Aussage zu verweigern. Die Befragung des mutmaßlichen Opfers durch Richterin, Staatsanwalt, Rechtsmedizinerin und Verteidiger des Angeklagten dauerte annähernd drei Stunden. Die Verhandlung wurde dann abgebrochen und der Prozess auf September vertagt, da in der dreistündigen Verhandlung bislang nur das Geschehen vom Tag vor der Tat geklärt werden konnte. Die Erhellung der Geschehnisse am eigentlichen Tatabend durch die Einvernahme der Betroffenen sowie die Vernehmung von Zeugen stehen nun noch aus.

Der Prozess wird zum Ende der Sommerferien am 6., 7. und 28. September 2011 fortgesetzt.

Autor: Susanne Ramm-Weber