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09. Februar 2012

Rockfeuerwerk beim Rockschwoof

Die Fasentsparty steigt morgen mit den Fireworks of Rock, Diamond Train und Rockharmonics.

  1. Olli Meyer von den Fireworks of Rock Foto: Markus Schwerer

  2. Diamond Train Rockschwoof Foto: PR

OFFENBURG-FESSENBACH (bz/hrö). Er ist seit Jahren die kultigste närrische Rockparty, genauer gesagt: seit dem 8. Februar 1985. Damals feierte der Fessenbacher "Rockschwoof" Premiere. Am morgigen Freitag, 10. Februar, 20 Uhr, steigt er zum nunmehr 22. Male. Die Reblandhalle, schätzt Clemens Litterst, von Anfang an mehr oder weniger einer der Mit-Macher, dürfte wieder zum "Nabel der Ortenauer Rockwelt" werden.

Die veranstaltende Fessenbacher Narrenzunft "Rebknörpli" will wieder mit einem starken Programm aufwarten. Die Fireworks of Rock stehen erstmals auf der legendären Rockschwoof-Bühne. Die fünf Musiker aus Freiburg spielen Klassiker aus der Championsleague der Rockmusik wie Bohemian Rhapsody, Child in time oder More than a feeling. Aktuelle Chartbreaker von Incubus oder den Foo Fighters sorgen für Abwechslung. Die in unendliche Höhen sich emporschraubende Stimme des charismatischen Frontmanns Oli Meier ist atemberaubend, der mehrstimmige Gesang der Band mitreißend. Und auch die Begleitband kann sich sehen lassen: Rekrutiert sie sich doch aus der bekannten Freiburger Band The Brothers. Fireworks of Rock zünden ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse.

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Diamond Train sorgten vor vier Jahren bei ihrem Rockschwoof-Debut für Furore. Die Jungs um den Appenweierer Ausnahmegitarristen Uwe Ulm spielen Songs von Kult-Bands wie AC/DC, Jethro Tull, Scorpions oder Bon Jovi. Starke Gitarrensoli und individuelle Live-Arrangements machen sie zu einer Band der Extraklasse. 2011 standen Diamond Train mit den Rocklegenden Uriah Heep und Sweet auf der gleichen Bühne. Auch bei den Rockern der etwas härteren Sorte hat der Spaß beim Publikum absolute Priorität.

Die Rockharmonics aus Willstätt holten sich dieses Jahr die Newcomer-Chance "On Stage" 2012. Mit Krachern wie Radar Love oder Stairway to heaven huldigen sie den Helden ihrer Eltern. Die fünf 17- bis 23-jährigen Jungs rocken mit viel Potenzial, gutem Zusammenspiel und einem kompakten Sound. Sänger Dominik Stock beeindruckt mit einer starken Hardrock-Stimme.

Die Geschichte des Rockschwoofs geht wie folgt: Man schrieb das Jahr 1985. "Wir waren ein paar junge Leute, die alle in der Zunft und an Rockmusik interessiert waren", erinnert sich Clemens Litterst. "Wir wollten eine Fasentsveranstaltung durchziehen, in der es nicht nur Ramba-Zamba gibt. Die Rebknörpli sind eben eine Narrenzunft, die auch mal eigene Wege geht." Neben Clemens waren Markus Litterst und Eckart Adam die Drahtzieher. Sie mussten, natürlich, live spielen und gute alte Rockmusik machen, wobei in all den Jahren auch Ausflüge zum Soul und Blues nicht verpönt waren.

1991 verschob der Golfkrieg den Rockschwoof auf den Herbst

Der Rockschwoof fand alsbald so viele Anhänger, dass 1991 selbst der Golf-Krieg ihn zwar verschieben, aber nicht stoppen konnte: Weil die komplette Fasent in jenem Frühjahr abgesagt wurde, wurde der Schwoof einfach im Herbst nachgeholt. Und was haben sich in all den Jahren nicht für Bands die Klinke in die Hand gegeben: Miller’s Blues Band, die Jungs von Häck Mc, Jimmy’s Soul Attack, die Hammer KG, Space Pigs, Connection oder die Facts. Für Ultimo und andere hat sich gerade die Newcomer-Chance als Sprungbrett erwiesen. Ulrich und Clemens Litterst sowie Uwe Groß sind heute die Macher. Allerdings steht ein 50-köpfiges Helferteam engagiert zur Seite.

Wer an Clemens Litterst und Rock-Musik denkt, erinnert sich noch gerne an die früheren Fessenbacher Kellerfeste. 18 Mal wurde im Hause Litterst oder bei Robert Kreiner im Ries Party gefeiert – mit Live-Musik. Das erste Kellerfest – "Fest für Frieden und Abrüstung" – fand 1980, anlässlich von Littersts Entlassung aus der Bundeswehr, statt. Live dabei: die Gruppe Momrokk mit Markus Litterst, Robert Kreiner, Martin Mildenberger und Jürgen Feuerstein. Die Feste waren legendär. 200 Leute drängelten sich jeweils im Keller, die Stimmung war fantastisch. Alles war kostenlos – am Schluss wurde lediglich gesammelt. Clemens Litterst: "Wir hatten dann immer noch so viel übrig, dass wir jeweils für einen guten Zweck spendenkonnten, von Amnesty über Greenpeace bis zum Freuanhaus." 1997 dann das Ende der Kellerfest-Ära. Nicht mehr jedem Nachbar hatte die Art von Musik gefallen. Und wohl auch nicht die Lautstärke.

Karten im Vorverkauf gibt es für 9 Euro im Vorverkauf bei der Winzergenossenschaft und in der Linde in Fessenbach sowie bei den Volksbank Filialen Zell-Weierbach und Oststadt, Abendkasse 10 Euro. Weitere Infos unter http://www.nz-rebknoerpli.de und unter Tel. 0151-14130211.

Autor: hrö