SPD-Fraktion will Verlängerung der Tempo-30-Regelung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 04. Mai 2018

Offenburg

Antrag an die Stadtverwaltung zur Situation in der Rammersweierstraße / "Verringerung einer Gefahrensituation".

OFFENBURG (BZ). Mit einem Antrag will die SPD im Gemeinderat laut einem Schreiben der Stadträte Bertold Thoma, Heinz Hättig und Jürgen Gießler "zur Verringerung einer Gefahrensituation beitragen und damit auch dem Anliegen von Christian Funk (funkholding) Rechnung tragen". Die SPD nehme damit auch Bezug auf seinen Brief nach einem neuerlichen Unfall an die Stadtverwaltung.

Die Rammersweierstraße könne von Nordosten her bis zur Josef-Gottwaldstraße/Durbacher Hof mit 50 km/h, muss aber von da an mit maximal 30 km/h befahren werden: "Nach unserer Ansicht ist diese Abschnittbildung nicht begründbar, sie ist revisionsbedürftig. Die Tempo-30-Begrenzung sollte weit früher gelten."

Der Kreuzungsbereich Rammersweier- und Prinz-Eugen-Straße sei wegen der weiteren Ein- und Ausfahrten (Rotes Kreuz, Busbahnhof, funkholding, Post und der dort befindlichen Fuß- und Radwege) unübersichtlich und enthalte ein besonderes Gefährdungspotential. Insbesondere Ausfahrende müssten mit schnell daher kommenden und spät wahrzunehmenden Fahrzeugen rechnen, aber auch mit Radfahrern, die den westlichen Rad- und Gehweg in beide Richtungen benutzen: "Unsere Beobachtungen zu verschiedenen Zeiten zeigen, dass vielfach von Erwachsenen (nur Kinder in Begleitung von Eltern sind dazu berechtigt bzw. verpflichtet!) in falscher Richtung gefahren wird und damit auch Fußgänger(gruppen) und berechtigt entgegenkommende Radfahrer überrascht werden."

Es sei während der Beobachtungszeiten drei Mal zu kritischen Situationen an der Einmündung beim Alten Ausbesserungswerk gekommen, da in die Rammersweierstraße einbiegende Pkw-Fahrer nicht mit dem widerrechtlich von rechts kommendem Radverkehr gerechnet haben. Auch Pkw-Fahrer, die, stadtauswärts unterwegs, beim Alten Ausbesserungswerk abbiegen wollten, hätten diesen Radverkehr nur bedingt, zwei Mal gar nicht im Blick gehabt. Zwar finde sich am nördlichen Ausgang der Unterführung bzw. des Rad- und Gehweges ein weißes Radsymbol (das zum Wechsel auf die andere Straßenseite auffordere) und kurz danach ein eindeutiges Verbotsschild einschließlich eines Bodenpiktogramms, nicht aber bei der Einfahrschleuse.

Es befinde sich dort nur ein "undeutlicher Richtungspfeil" für Radler in Höhe Josef-Gottwaldstraße und nicht im weiteren Verlauf des Radweges Richtung Moltke-Kreisel. Die SPD: "Wir teilen die Auffassung von Christian Funk: Es darf nicht weiter tatenlos zugesehen werden, bis es zu einem weiteren Unglück kommt, wo doch eine Geschwindigkeitsbegrenzung die Gefahr mindern könnte."

Die SPD beantragt: die Verlängerung der Tempo-30-Regelung bzw. deren früheren Beginn von Nordosten her, außerdem weitere Piktogramme auf dem westlichen Geh- und Radweg, mit dem Hinweis, dass für Kinder bis acht bzw. zehn Jahre eine Ausnahmeregelung gilt, die Benutzung eines Gehweges.