Großeinsatz

Trauerfeier in Offenburg endet mit Messerstecherei und zwei Verletzten

Ralf Burgmaier, dpa

Von Ralf Burgmaier & dpa

Mi, 16. Mai 2018 um 16:25 Uhr

Offenburg

Bei einer Trauerfeier mit mehr als 200 Teilnehmern in Offenburg sind zwei Familien aneinandergeraten. Ein Mann zückte ein Messer und verletzte zwei Trauergäste. Um Politik oder Religion sei es nicht gegangen, sagt die Polizei.

Mit einem massivem Aufgebot an Einsatzkräften hat die Polizei am Mittwochnachmittag in eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in der Otto-Hahn-Straße eingreifen müssen. Wie Zeugen berichten, sind auf einer Trauerfeier für einen Verstorbenen mit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwei Familien aneinander geraten. Bei der folgenden Schlägerei zog ein Mann ein Messer und verletzte zwei Personen. Anhaltspunkte für einen politischen oder religiösen Hintergrund bei dem Vorfall gebe es zunächst nicht, teilte die Polizei später mit.

Gegen 14 Uhr hat die jesidische Trauerfeier im hauptsächlich von Kurden besuchten Alevitischen Zentrum begonnen. Wie die Kennzeichen auf dem Parkplatz vor dem Domizil der Religionsgemeinschaft neben der Nord-West-Halle verrieten, kamen die Teilnehmer an der Trauerfeier zum Teil von weit her.

Der Messerstecher konnte festgenommen werden

Wie Teilnehmer berichten, trafen dort auch zwei Familien aufeinander, deren Verhältnis schon seit längerer Zeit konfliktbelastet ist. Nach einer verbale Auseinandersetzung habe sich eine Schlägerei entwickelt. Schließlich habe ein Mann ein Messer gezückt und zwei Personen verletzt. Wie schwer die Verletzungen sind, kann die Polizei derzeit noch nicht sagen. Die Verletzten wurden von Rettungskräften ins Klinikum gebracht.

Der Notruf bei der Polizei ging gegen 14.47 Uhr ein. Die laut Polizeisprecher drei Minuten später eintreffenden Polizeikräfte rückten mit rund 20 Mann an, um der großen Menschenmenge eine angemessene Präsenz entgegensetzen zu können. Die Bereitschaftspolizei unterstützte die Landespolizei beim Einsatz. Der Messerstecher konnte festgenommen werden.

Derzeit haben die Polizeibeamten alle Hände voll zu tun, mit der Feststellung der Personalien und der Zeugenvernehmung.