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25. Februar 2017

UNTER UNS: Gut organisiert

Am vergangenen Samstag hat in Offenburg die Reptilienbörse gastiert. Die BZ hat schon oft über die Veranstaltung berichtet. Dieses Mal haben wir sie nur angekündigt. Prompt hat die Tierschutzorganisation Peta reagiert und uns einen Protestbrief gegen die Repitilienbörse und den Handel mit lebendigen Tieren geschickt. Wir haben diesen Protest und Peta-Argumente abgedruckt. Um unserer journalistischen Sorgfaltspflicht zu genügen, haben wir in der Vergangenheit nicht nur diese Veranstaltung besucht, sondern wir haben auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen. Nämlich die genehmigende Behörde, die nach den geltenden Tierschutzgesetzen eine solche Veranstaltung absegnet oder eben nicht. Das Offenburger Veterinäramt bescheinigt den Veranstaltern der Reptilienbörse nun aber eine im Rahmen der Tierschutzgesetze vorbildliche Ausrichtung. Knackpunkt in diesem Fall ist wie auch beim Thema Wildtiere im Zirkus, dass Tierschützern dieser gesetzliche Rahmen zu weit gesteckt ist. Man muss den Handel mit lebenden Tieren nicht mögen. Auch ist es eine zweifelhafte Geschmacksache, sich Schlangen und Vogelspinnen zu Hause zu halten. Doch es ist Sache des Gesetzgebers, daran etwas zu ändern. Deshalb ist es sinnlos, dass Peta-Freunde aus ganz Deutschland jetzt mit einer Salve von Leserbriefen das Offenburger Veterinäramt und die BZ kritisieren. Einer dieser Leserbriefschreiber, Alexander Blöchl aus Harsdorf, kritisiert das beim Landratsamt angesiedelte Veterinäramt: "Und das Landratsamt lobt die Organisation – auch Schlachthöfe sind gut organisiert!" Wir können ergänzen: Tierschützer aber auch.

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Liebe zu Europa

Folgt auf den Brexit, der immer noch drohende Grexit oder der Nexit (Niederlande), Frexit (Frankreich), Däxit (Dänemark), Czexit (Tschechien) oder Hunxit (Ungarn)? Die EU-Skepsis ist da und sie wird durch Störfeuer aus USA und Russland noch angeheizt. Dem will "Pulse of Europe" etwas entgegensetzen. Zwar ist es aus dem Namen nicht ersichtlich, aber es handelt sich um eine Initiative aus Frankfurt, deren Vertreter sich für Europa und die Demokratie aussprechen. Sie möchten laut Eigenwerbung einen Beitrag dazu leisten, dass es auch nach den anstehenden Wahlen in Frankreich und den Niederlanden ein vereintes demokratisches Europa gibt, in dem die Achtung der Menschenwürde, die Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz und Respekt Grundlage des Gemeinwesens sind. Die Bewegung sei überparteilich. Jeden Sonntag zwischen 14 und 15 Uhr werde deutschlandweit – lautstark und nicht nur schweigend – für Europa demonstriert. Es hat sich ein Team gefunden, das "Pulse of Europe" für Offenburg organisieren möchten. Demnächst mehr darüber.

Von der Rolle

Idee, Drehbuch, Dialoge, Dreharbeiten, Schnitt, Vertonung: Gerade mal 99 Stunden haben die Teilnehmer beim "99 Fire Films Award" Zeit, um einen Film von 99 Sekunden Laufzeit zu machen. 3500 junge Filmemacher beteiligen sich an dem Wettbewerb, dessen Hauptpreis mit 9999 Euro dotiert ist. Auch ein achtköpfiges Team des Fachbereichs Medien- und Informationswesen der Hochschule Offenburg hat sich der Herausforderung gestellt (BZ vom 28. Januar). Der Traum, dass ihr Film zu den 99 besten gehört, hat sich zwar nicht erfüllt, dennoch ist klasse, was die Studenten auf die Beine gestellt haben. "Von der Rolle" heißt der witzige Streifen, bei dem sogar der Abspann zum Titel passt. Unser Wochenend-Tipp: 99 Sekunden Zeit nehmen.

"Von der Rolle" ist zu sehen unter http://mehr.bz/99-fire-og

Autor: rab