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10. September 2009

Wolfgang Bruder

Am 12. Januar 1951 in Göppingen geboren, studierte Bruder in Konstanz Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften. 1978 promovierte er. Es folgten Jahre als wissenschaftlicher Assistent und ein Forschungsaufenthalt an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Am 1. Juli 1984 wurde er zum Beigeordneten (Finanzbürgermeister) der Stadt Offenburg gewählt. Bruders weitere Bürgermeisterkollegen waren damals Hansjörg Englert (Kultur) und Erhard Borgards (Bau).

Als OB Martin Grüber fünf Jahre später mitten in der Amtszeit nach Frankfurt wechselte, kandidierte Bruder (SPD) – und wurde am 10. September 1989 gleich im ersten Wahlgang mit 58,5 Prozent der gültigen Stimmen gewählt. Sein härtester Mitbewerber, Peter Heimann (CDU), kam lediglich auf 38,2 Prozent. Die weiteren Bewerber: Horst Amend 2,2 Prozent, Adolf Simon 0,8 Prozent und Florian Burlafinger 0,2 Prozent.

Bei seiner Wiederwahl am 14. Juli 1997 holte Wolfgang Bruder 75,8 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Seine Mitbewerberin, die völlig unbekannte 47-jährige Jacqueline Hayden, damals Technische Angestellte der Uni Berlin und aus Offenburg stammend, brachte es auf respektable 22,3 Prozent. Im Juni 2002 gab Bruder - für viele war der Vorgang genauso überraschend wie damals der Abschied Grübers – den Weggang zur EnBW bekannt. Manche, auch politische Weggefährten, sind ihm deshalb bis heute gram. Schon vorher wurden ihm andere attraktive Angebote nachgesagt, vom Staatssekretär im Bundesfinanzministerium über den Chefsessel eines Kölner Energieunternehmens bis zum Vorstandsmitglied der Badenova.

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Autor: hrö