Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

20. März 2017 19:08 Uhr

Steigerung

Offengelegte Gehälter: Mehr Geld für viele Chefs der städtischen Gesellschaften

Vor gut einem Jahr haben zum ersten Mal alle Chefs der städtischen Gesellschaften in Freiburg ihre Bezüge offengelegt. Jetzt zeigt der zweite Bericht: Während manche noch gleich viel verdienen, verzeichnen andere Gehaltssteigerungen von bis zu 25.000 Euro im Jahr.

  1. Der Weg nach oben auf der Karriereleiter bedeutet meist auch höhere Bezüge. Foto: Ingo Schneider

Badenova, Stadtbau, Verkehrs-AG & Co.: Der Beteiligungsbericht für die städtischen Gesellschaften wies im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Gehälter der Geschäftsführungen aus. Nach jahrelanger Transparenzdebatte hatte der Gemeinderat beschlossen, dass neue Verträge eine entsprechende Klausel bekommen, was auch Verlängerungen betraf. Zuvor hieß es, dass eine Pflicht nur für börsennotierte Unternehmen besteht; Angaben zu Gesamtbezügen ihrer Führungsspitze machten von den großen Gesellschaften Energieversorger Badenova, an dem die Stadt fast ein Drittel hält, Verkehrs-AG (VAG) und die Stadtwerke.

Fast alle verdienen mehr als der OB

Nach dem neuesten Bericht mit den Zahlen für 2015 verdienen nur wenige Geschäftsführer weniger als Oberbürgermeister Dieter Salomon mit seinen knapp 158.000 Euro brutto im Jahr. Die Spitzenverdiener sind wieder die Badenova-Vorstände Thorsten Radensleben, Mathias Nikolay und Maik Wassmer. Zusammen haben die Drei 1,12 Millionen Euro brutto, gleich viel wie im Vorjahr. Die VAG schlüsselt die Bezüge auf: Der Technische Vorstand Stefan Bartosch bezog 186.000 Euro (1000 mehr), die inzwischen ausgeschiedene Vorstandsfrau Helgard Berger 191.000 Euro plus 27.000 Euro für die Geschäftsführung der Holding Stadtwerke (plus-minus Null).

Werbung


Größten Sprung machte der Chef der FWTM

Den größten Sprung machte das Salär vom Chef der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe, Bernd Dallmann. Es stieg von 180.000 auf 205.000 Euro – ein sattes Plus von 25.000 Euro. "Es gab eine Änderung im Zuschnitt der Aufgaben", erklärt Dallmann, der mehr Verantwortung übernahm, als Daniel Strowitzki seinem langjährigen Kollegen Klaus Seilnacht nachfolgte. Den hatte die Transparentregelung nicht mehr betroffen, wie auch Gerhard Meier.

Meiers Chefposten bei der Flugplatz GmbH übernahm Michael Broglin für 15.000 Euro. Der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft ASF bekam eine Gehaltserhöhung von 6000 auf 205.300 Euro, sein Kollege vom privaten Teilhaber Remondis macht keine Angaben. 12.000 Euro bezieht Broglin wieder als zweiter Mann an der Spitze der Qualifizierungsgesellschaft FQB, deren Chefin Christiane Blümle 91.000 Euro (plus 7000).

Ralf Klausmann, Chef von Stadtbau und Stadtbautöchtern, verdiente 6000 Euro mehr und somit 228.000 Euro 2015, als er noch alleiniger Geschäftsführer war.

Mehr zum Thema:

Autor: Simone Höhl