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21. Mai 2015

Ohne Strom bleibt die Küche kalt

Kinderhaus Kunterbunt plant einen stromlosen Tag / Höhere Gebühren und ein größeres Angebot.

  1. Idyllisch am Waldrand gelegen ist das Kinderhaus Kunterbunt in Oberbränd. Ideale Bedingung finden hier die Kinder drinnen wie auch auf dem großen Spielgarten auf der Südseite des Gebäudes. Foto: GERT BRICHTA

EISENBACH (br). Einige Veränderungen bahnen sich im Kinderhaus Kunterbunt an. Die BZ sprach mit der Leiterin der Einrichtung, Bianca Fischer. Die erste Veränderung betrifft sie selbst, Mitte Juli wird sie in Mutterschutz gehen und frühestens in zwei Jahren wieder ihren Beruf aufnehmen. Die Leitung für diese Zeitspanne wird Marina Bürkle übertragen, die seit vielen Jahren als erfahrene Erzieherin im Kinderhaus tätig ist.

Angesprochen auf die neuen Gebühren, die Eltern zu entrichten haben, wenn ihre Kinder das Kinderhaus besuchen, vertrat Bianca Fischer die Ansicht, dass die Einführung des Familienbeitrages auch mit Positivem verbunden sei. Sie nannte ein Beispiel. Eltern, die zwei Kinder haben, die das Kinderhaus besuchen, zahlen bislang 129 Euro, künftig werden es 186 Euro sein, dafür kann die flexible Öffnungszeit genutzt werden, sprich in der Zeit zwischen 7.15 Uhr und 14 Uhr können die Kinder hier sein und sogar das Angebot des Mittagessens wahrnehmen. Fischer erwartet von der Erhöhung keinen Rückgang der Kinderzahlen im Kinderhaus. Die Attraktivität der Einrichtung werde so erhöht. Der Hort laufe aus, so Bianca Fischer.

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Die Nachfrage für die Betreuung von Schulkindern, werde nur gering wahrgenommen. Die Kinder, die momentan den Hort besuchen, können auch weiter noch kommen. Sie selbst hoffe auf ein Kooperationsmodell mit der Lichtenbergschule, um den Hort weiter anbieten zu können. Hohe Nachfrage werde bei der Kleinkindergruppe verzeichnet. Überlegungen wurden in den vergangenen Wochen angestellt eine neue Gruppe einzurichten, doch dafür gebe es keinen Raum. Stattdessen könne innerbetrieblich so umgestellt werden, dass Kleinkinder in altersgemischte Gruppen untergebracht werden, dadurch ergeben sich weitere Kapazitäten, so dass weitere Kleinkinder aufgenommen werden können.

Eine Besonderheit wartet auf die Kinder morgen, Freitag, dann wird es einen stromfreien Tag geben. Diese Idee ist im Zusammenhang mit dem Technolino-Projekt zu sehen, den Kindern soll gezeigt werden, wie wichtig die Elektrizität im alltäglichen Leben geworden ist und welche Gewohnheiten eng mit dem Strom verknüpft sind. So bleibt am Freitag beispielsweise die Küche zur Mittagszeit einfach mal kalt. Stattdessen wird draußen gegrillt.

Autor: hbr